Puten oft mit antibiotikaresistenten Keimen belastet

Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung

Putenfleisch ist häufig mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Das geht aus einer vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin veröffentlichten Untersuchung hervor. Putenfleisch war demnach unter anderem mit Bakterien wie Salmonellen und Campylobacter belastet, die häufig resistent gegen Antibiotika waren.

"Die Keime stammen ursprünglich aus der Tierhaltung und werden während des Schlachtprozesses und der Weiterverarbeitung auf das Fleisch übertragen", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Das Institut forderte weitere Anstrengungen, um die Ausbreitung resistenter Bakterien zu vermeiden.

In den vergangenen Wochen hatten unter anderem Berichte über antibiotikaresistente Keime in Hähnchenfleisch für Schlagzeilen gesorgt. Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist heftig umstritten. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) legte im Januar ihren Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vor, mit dem der Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung stark eingeschränkt werden soll.