Schlafphasen: Was in der Nacht mit uns passiert
Drei unterschiedliche Phasen machen einen gesunden Schlaf aus: Leichtschlaf, Tiefschlaf und Traumschlaf. Etwa alle neunzig Minuten beginnt ein neuer Schlafzyklus, der jeweils alle drei Phasen umfasst.
Am Anfang der Nacht ist der Tiefschlaf-Anteil sehr groß, der Schlafende träumt nur wenig. Später verlängern sich dann die Traum-Phasen. "Gerät der Rhythmus durcheinander, verliert der Schlaf seinen Erholungswert", so Wiebke Arps, Gesundheitsexpertin bei der Techniker Krankenkasse (TK). "Ob man sich am nächsten Tag ausgeschlafen und fit fühlt, hängt vom richtigen Verhältnis der einzelnen Schlafphasen ab".
Einschlafen
Direkt nach dem Eindösen, in dem Übergangsstadium zwischen Schlafen und Wachen, lockert sich der Kontakt zur Außenwelt. "Je angespannter und gestresster man vor dem Einschlafen war, desto wahrscheinlicher ist, dass in dieser Phase harmlose Störungen auftreten", erklärt Arps. "So zucken zum Beispiel Muskeln, weil sie sich unterschiedlich schnell entspannen. Oder es entsteht das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen, da der Blutdruck im Innenohr plötzlich abfällt und den Gleichgewichtssinn täuscht."
Durchschlafen
Zu Beginn der Nacht gleitet der Schlafende schnell aus dem leichten in den tiefen Schlaf weiter – die Zeit der intensivsten körperlichen Erholung: Die Atmung verlangsamt sich, Blutdruck und Herzfrequenz sinken, die Muskeln entspannen sich. "Für das Immunsystem ist der Tiefschlaf besonders wichtig", so die TK-Expertin. "Und auch Wachstumshormone werden in den Tiefschlafphasen zu Beginn der Nacht vermehrt ausgeschüttet. Sie unterstützen das Zellgewebe dabei, sich zu regenerieren."
Wann wir träumen
In den so genannten REM-Phasen, die vor allem durch schnelle Bewegungen der Augen (englisch:
Rapid
Eye
Movement) gekennzeichnet sind, träumt der Mensch. Sein Gehirn ist plötzlich wieder hoch aktiv, und Herzschlag und Atmung beschleunigen sich. Auch die Gesichtszüge des Schlafenden verändern sich entsprechend der Situation, von der er gerade träumt – fast könnte man meinen, er wäre wach. Wiebke Arps: "Gleichzeitig ist der Mensch in der Traumphase wie gelähmt, damit er die geträumten Bewegungen nicht tatsächlich ausführt. Deshalb können Alpträume das beklemmende Gefühl wecken, dass man weglaufen möchte, aber nicht von der Stelle kommt."
Die Phasen des Leicht- und des Traumschlafes nehmen im Laufe der Nacht immer mehr Raum ein – auf Kosten des Tiefschlafes. Deshalb ist der Schlafende im Laufe der Nacht immer leichter aufzuwecken. Wegen der langen Tiefschlafphasen sind die ersten beiden Schlafzyklen zur nächtlichen Erholung besonders wichtig.
Quelle: Techniker Krankenkasse
Quelle:
http://www.gesundheit.dekrankheiten/gehirn-und-nerven/schlafstoerungen/schlafphasen-was-in-der-nacht-mit-uns-passiert