Schlafapnoe

In vielen Schlafzimmer nachts das Gleiche: Lautes Schnarchen auf der einen Seite, Schlaflosigkeit auf der anderen. Doch mancherorts folgt plötzliche Stille, die den vorher genervten Partner angstvoll horchen lässt, ob der Schnarcher überhaupt noch schnauft. Dann ein keuchendes, lautes Einatmen – und das Ganze beginnt von vorn. Schnarchen ist zunächst mal nervig, vor allem für den Partner. Kommen kurzfristige Atemaussetzer hinzu, erhöht sich beim Schnarcher das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Deshalb heißt es für den Partner: nicht flüchten, sondern den Schnarcher zur Diagnostik schicken.

Schlafapnoe: Symptome und Ursachen

Beim Schnarchen fällt infolge schlaffer Mund- und Rachenraummuskeln die Zunge zurück und verschließt den hinteren Gaumen und damit die oberen Atemwege. Die Anstrengung, durch die verengten Atemwege Luft zu holen, führt zu den typischen nächtlichen Geräuschen, die manchen Partner flüchten lässt. Doch die Folgen können ernster sein. Während des Schnarchens werden weniger Überträgerstoffe ausgeschüttet, die für den Atemantrieb benötigt werden. Dadurch setzt die Atmung aus ("Apnoe" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Windstille") – für bis zu zwei Minuten und bis zu 400-mal pro Nacht. Erst durch die ansteigende Kohlendioxidkonzentration im Blut intensiviert das Gehirn seine Hirnströme und regt damit das Atemzentrum an, seine Tätigkeit wieder aufzunehmen. Es kommt zu einer körpereigenen Weckreaktion (Arousal), die sich oft als besonders lauter Schnaufer äußert, vom Betroffenen jedoch meist nicht wahrgenommen bzw. erinnert wird.

Welche Risiken birgt die Schlafapnoe?

Die Atemaussetzer dauern bis zu zwei Minuten an und sind für den Körper ganz schön belastend: Der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt, Stresshormone werden frei, der Blutdruck steigt, es kommt nicht selten zu Herzrhythmusstörungen. Von einem Bluthochdruck ist etwa die Hälfte der Schlafaponiker betroffen; bei ihnen besteht deshalb ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Umgekehrt lässt sich bei etwa 60 % aller Schlaganfallpatienten eine schlafbezogene Atemstörung wie die Schlafapnoe finden. Schlafapnoe ist also eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit. Überdies führt sie durch die eingeschränkte Schlafqualität zu zahlreichen gesundheitlichen Konsequenzen wie beispielsweise chronische Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit, Aggressivität, Depressionen und Impotenz. Die Betroffenen sind weniger belastbar und nicht wenige der durch Sekundenschlaf verursachten Unfälle gehen auf das Konto nächtlicher Apnoen.

Wer besonders gefährdet ist


Quelle:
http://www.gesundheit.de/krankheiten/hals-nasen-ohren/schnarchen-und-schlafapnoe/schlafapnoe-wenn-der-atem-aussetzt