Ätherische Öle - Qualität und Anwendung
Aromatherapie: Qualität des Öls ist entscheidend
Wem es nur auf einen besonderen Duft in der Raumluft ankommt, dem reicht wahrscheinlich eine Flasche preiswerten (und fast immer im Labor hergestellten) Öls aus dem Supermarkt. In der Aromatherapie jedoch spielt Qualität - und damit ist eine 100-prozentige Reinheit gemeint - eine entscheidende Rolle. Um die zu erreichen, sollte das Öl ganz und gar aus einer Stammpflanze gewonnen sein.
Durch Destillation, Pressung oder Extraktion werden die wertvollen Aromastoffe gewonnen, mal aus der Wurzel, mal aus Rinde, Blüte oder Blatt. Alle Verfahren sind aufwändig und teuer, das erklärt auch den höhren Preis. Die synthetisch hergestellten Duplikate haben keinesfalls die Wirksamkeit der Originale – höchstens den Duft.
Qualitätskriterien für Aromaöle
Zur Zeit gibt es für ätherische Öle leider noch keine zuverlässigen Qualitätskriterien. Eine gewisse Sicherheit für die Echtheit seines Öls haben Sie, wenn folgende Angaben erkennbar sind: Die Chargennummer, der lateinische und der deutsche botanische Name sollten auf der Flasche genannt sein. Herkunftsland und Angaben über kontrolliert-biologischen Anbau oder Wildanbau dürfen nicht fehlen. Synthetische, also künstliche Zusätze, sollten auf keinen Fall zugefügt sein, was besonders für Allergiker riskant sein kann.
Wesentlich für die Qualität eines ätherischen Öls ist die Reinheit. Um billig anbieten zu können, wird Öl häufig verdünnt. Größte Sicherheit und damit Gewähr für Reinheit und Naturbelassenheit garantieren ätherische Markenöle aus der Apotheke oder von ausgewiesenen Fachhändlern, die auch über ein entsprechendes Fachwissen hinsichtlich der Anwendung verfügen. Schnuppern Sie vorher an den Ölen, damit Sie feststellen können, ob Sie die duftende Essenz mögen.
Zum Einstieg für eine Raumbeduftung empfehlen sich Zitrusdüfte, die mit ihrem frischen, fruchtigen Duft von den meisten Menschen als angenehm empfunden werden. Verwenden Sie am Anfang am besten nur eine einzelne Duftnote, vermeiden Sie Duftmischungen aus zu vielen Essenzen. Beobachten Sie dabei immer Ihr Wohlbefinden.
Duftlampe oder Aromagerät?
Für die Verteilung der duftenden und heilenden Essenzen im Raum gibt es vielfältige Möglichkeiten. Am bekanntesten ist sicher der Gebrauch einer Duftlampe: Durch ein Teelicht wird hierbei ein Wasser-Öl-Gemisch erhitzt. Das ätherische Öl steigt mit dem Wasserdampf auf und verteilt sich im Raum. Meist reichen 3 bis 5 Tropfen des Öls und etwas Wasser aus. Auch sollten Sie die Zeit der Anwendung auf 10 bis höchstens 20 Minuten begrenzen.
Stattdessen können Sie auch ein spezielles Aromagerät verwenden. So ein Gerät ist viel einfacher zu bedienen und vor allem sicherer, denn die ätherischen Öle werden nicht erhitzt, sondern durch einen regulierbaren Luftstrom schnell und wirkungsvoll im Raum verteilt. Noch bevor man dies bewusst wahrnimmt, hat der Duft das ganze Zimmer erfüllt.
Anwendung und Wirkung ätherischer Öle
Angewendet werden ätherische Öle mittels Aromageräten oder Duftlampen vor allem für Beschwerden im Bereich der Atmungsorgane oder für eine Wirkung im psychisch-emotionalen Bereich. Natürliche ätherische Öle sind vielseitig einsetzbar, denn sie:
- steigern das Wohlbefinden, wirken z.B. schlaffördernd, stimulierend, stimmungsaufhellend
- wirken bei Erkrankung der Atemwege wie Erkältung, Schnupfen und Husten
- eignen sich als reine Duftanwendung, die die Raumatmosphäre verbessert
- wirken gegen lästige Mücken und Insekten, vor allem in den Sommermonaten
Beispiele:
- Orange: wirkt erfrischend und belebend, deshalb auch so wirkungsvoll gegen Gerüche; vermittelt Energie und Lebensfreude.
- Lavendel: hält Mücken und andere Plagegeister fern; hilft bei Stress und Angespanntheit; stärkt das Selbstvertrauen; wirkt ausgleichend, besänftigend und stimmungshebend.
Autor/Quelle: bo / Überarbeitung: Nathalie Blanck


