Sportunfälle - Risiko für Zähne

Gefahrenquelle Trendsportarten

Sie sind immer auf der Suche nach dem ultimativen Kick, dem extremen Thrill. Sie stürzen sich mit ihrem Snowboard Abhänge hinunter, deren Gefälle dem Fernsehzuschauer das Blut in den Adern gefrieren lässt. Natürlich sind solche Extremsportler die besonders Waghalsigen aus der stetig wachsenden Fangemeinde der so genannten Trendsportarten wie z.B. Mountainbiking, Rollerblading oder Skate- und Snowboarding. Wie hoch dabei die körperlichen Risiken sind, ist jedoch nur den allerwenigsten bewusst: Laut einer Studie erleiden sogar bis zu 35 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Zahnunfälle im bleibenden Gebiss. Diese Unfälle führen häufig zu lebenslangen Folgeerscheinungen und zu frühzeitigem Zahnverlust.

Auch "klassischer" Sport nicht ungefährlich

Mag Winston Churchills generelle Aussage, dass Sport Mord sei, auch deutlich übertrieben gewesen sein, so muss dennoch festgestellt werden, dass auch "klassischer" Sport nicht gerade ungefährlich ist. Denn Mannschaftssportarten mit hohem körperlichen Einsatz und Kampfsport weisen ein besonders großes Verletzungsrisiko für die Zähne auf. Rund 80 Prozent solcher Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Besonders Sportunfälle in Eishockey, Hockey, American Football, Boxen, Handball und Basketball "glänzen" mit einem prozentual hohen Anteil an Zahnverletzungen in der Statistik. Doch bei Zahnverlust aufgrund von Unfällen ist es heute möglich, herausgeschlagene oder abgebrochene Zähne optimal wiederherzustellen und bei spezifischer Therapie sogar lebenslang zu erhalten.

Heikle Bergungsversuche

Ist das Unglück schon passiert, dann ist es bei den Bergungsversuchen enorm wichtig, gewisse Spielregeln einzuhalten: Das "Souvenir" aus der Halfpipe - also z.B. ein herausgebrochener Zahn - sollte nämlich auf keinen Fall an der Zahnwurzel berührt werden. Am besten fasst man ihn nur an der Zahnkrone an. Fast noch wichtiger: Das gute Stück darf keinesfalls gereinigt werden. Stattdessen empfiehlt sich eine feuchte Lagerung - idealerweise in einer Zahnrettungsbox, in kalter H-Milch oder einer sterilen Kochsalzlösung. Und dann heißt es: Ab zum Zahnarzt! Dort wandert der abgängige Beißer in die Hände des Zahnarztes, der den Patienten ohne Zeitdruck untersuchen und die Therapie planen kann.

 
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