Anpassungstricks
Anpassungstricks
Mit einigen Tricks kann man sich seiner neuen Umgebung besser anpassen. Nach Möglichkeit sollten schon zwei bis drei Tage vor dem Flug die Wach- und Schlafzeiten verschoben werden. Wer nach Westen reist, sollte später ins Bett gehen und bei einem Flug Richtung Osten früher zu Bett gehen. Wer sich schon während des Fluges auf die neue Ortszeit einstellt und nach der Ankunft am regulären sozialen Leben teilnimmt, dem fällt die Zeitumstellung leichter.
Dazu gehören außerdem Aufenthalt und Bewegung im Freien zur besseren "biologischen Synchronisation". Darunter versteht man, dass sich die biologischen Rhythmen schneller anpassen, wenn man dem hellen Sonnenlicht ausgesetzt ist. Während des Fluges sollte man auf Alkohol und stark stimulierende Getränke verzichten. Leichte Kost, vor allem Gemüse und Fisch, werden mittlerweile von vielen Fluggesellschaften angeboten. Wer diesbezüglich sicher gehen möchte, kann bereits bei der Buchung eine vegetarische Mahlzeit bestellen.
Morgens, mittags oder abends?
Auf die Tabletteneinnahme kann sich eine mehrstündige Zeitverschiebung sehr negativ auswirken. Das bekannteste Beispiel ist die Antibabypille. Nach einer Empfehlung der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände sollte die Pille zur gewohnten Zeit wie zu Hause eingenommen werden. Ist das nicht möglich, sollte der Einnahmeabstand zwischen zwei Tabletten eher verkürzt als verlängert werden. Die dafür notwendige zusätzliche Pille kann aus der Reservepackung genommen werden und zwölf Stunden nach der letzten regulären Einnahme geschluckt werden.
Bei Kombinationspräparaten mit Östrogenen und Gestagenen kann diese Umstellung in der Regel leichter toleriert werden als bei der so genannten Minipille, die nur Gestagen enthält. Wird bei der Minipille die Einnahme um mehr als drei Stunden verpasst, wirkt sie nicht mehr zuverlässig. Da jedoch auch Durchfallerkrankungen, die vor allem bei Reisen in tropische Länder und warme Urlaubsziele häufig treten können, die Wirkung der Pille erheblich beeinträchtigen, lohnt sich der Rückgriff auf zusätzliche Verhütungsmethoden. Darüber hinaus schützen Kondome vor HIV und anderen Geschlechtskrankheiten.
Autor/Quelle: Susanne Köhler


