Stillstand auf der Autobahn und auf dem Örtchen: Der Verdauungstrakt macht Urlaub!

Viele Menschen kämpfen in der ersten Woche des Urlaubs mit Verstopfung, so Ines Drewe, Diplom Oecotrophologin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich: Stress bei den letzten Urlaubsvorbereitungen, mangelnde Bewegung während der Anreise und geringe Trinkmengen während der Fahrt, um nicht dauernd die Fahrt zum Ziel unterbrechen zu müssen. Ist der Urlaubsort endlich erreicht, tragen der veränderte Tagesrhythmus, die Nahrungsumstellung, hohe Temperaturen aber auch die fremden, eventuell nicht sauber wirkenden Toiletten das ihrige zur Verstopfung bei.

 

Verdauungsstörung bei verändertem Tagesrhythmus

Wenn diese Neigung besteht ist es ratsam, morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser zu trinken um den Magen-Darm-Trakt "zu wecken". Auch kreisförmige Massagen im Bereich des Bauchnabels unterstützen die Darmtätigkeit. Im weiteren Tagesverlauf sollten betroffene Personen auf eine große Trinkmenge achten und zu jeder Mahlzeit ein Glas Mineralwasser gegebenenfalls mit Milchzucker angereichert trinken. Auch zwischen den Mahlzeiten sollte die bereitgestellte Trinkflasche nicht fehlen. Personen, die stark schwitzen, sollten darauf achten, dass sie täglich mindestens zwei Liter trinken (vorzugsweise Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees, verdünnte Obstsäfte).

 

Im Sinne der Verdauung: Fettige Mahlzeiten meiden

Zum Frühstück eignen sich anstatt der Brötchen und sonstigen Gebäcke saure Lebensmittel wie Säfte oder Obst (gut gewaschen oder besser geschält), aber auch Joghurts, Buttermilch und Kefir. Insbesondere wenn sie mit den Verdauungsaktivatoren wie Plantago ovato Samenschalen versetzt sind, fördern sie die Darmtätigkeit. Ein Müsli am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Fettige Mahlzeiten liegen schwer im Magen, deshalb sollten sie wenigstens bis zur Normalisierung der Darmtätigkeit vermieden werden.

Sommer, Sonne, Strand und Meer bieten auch ein "mehr" an Bewegung. Anstatt sich im Wasser lediglich kurz abzukühlen, aktiviert das Schwimmen die Muskeltätigkeit, inklusive die des Verdauungstraktes. Der Strand eignet sich nicht nur zum Sonnen, sondern auch zu ausgedehnten Spaziergängen und Ballspielen.