Verkehr(te) Welt - Immer mehr Verkehrs-Tote und Gesundheitsschäden

Ohne Zweifel ist der Verkehr Klimasünder Nr. 1, aber er richtet leider weitere Schäden an der Umwelt und am Menschen an. Verkehrsunfälle sind weltweit ein gesundheitliches Problem mit volkswirtschaftlicher Brisanz. Umweltschadstoffe oder Lärm durch den Straßenverkehr beeinträchtigen die Gesundheit ebenfalls in großem Ausmaß.
Der Tod ist ein Meister aus dem Straßenverkehr
Die Weltgesundheitsorganisation (www.who.org) beziffert die Verkehrstoten im Jahr 2000 mit gut 1,2 Millionen Menschen weltweit. Laut Vorhersagen soll diese Zahl bis 2020 auf 8,4 Millionen steigen und zur dritthäufigsten Ursache von Krankheitsbedingten Lebenszeitverkürzungen führen. Zusätzlich werden jedes Jahr 10 bis 15 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt. Straßenverkehrsunfälle sind Hauptursache für Unfälle mit Todesfolgen und rangieren an 9. Stelle aller Todesfälle. Aber auch der Volkswirtschaft entstehen Kosten, denn etwa 50 % der Verkehrstoten sind junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 44 Jahren, die einen Großteil der Arbeit verrichten.
Für alle Fälle Adelheit
Wie man sich selbst und riskante Verhaltensweisen im Straßenverkehr behandelt und die Widerstandskräfte gegen die Volkskrankheit Alkohol und Drogen am Steuer und zu schnelles Fahren steigert, schildert die Verkehrskuh Adelheit www.adelheit.de in Form eines medizinischen Beipackzettels.
Schmutzfink aus der Garage
Zu den Belastungen durch Autoverkehr gehören nicht nur die Abgase, sondern auch die Verschmutzungen, die durch Herstellung, Transport, Lagerung und Beseitigung von Kraftfahrzeugen gehören. Die höchste Luftverschmutzung tritt im Bereich städtischer Hauptverkehrsstraßen auf. Und jetzt der Hauptgewinn für Kinder und Kleinwüchsige: Die Spitzenwerte werden unmittelbar am Straßenrand in Auspuffhöhe gemessen. Aber nicht nur im Außenbereich, sondern auch in den Kraftfahrzeugen selbst können hohe Schadstoffkonzentrationen auftreten, manchmal sogar höher als auf dem Geh- oder Radweg – wenigstens ein bisschen Gerechtigkeit, denn Fußgänger und Radfahrer sind nun wirklich unschuldig an der Verkehrsmisere. Der aufsteigende Cocktail (vor allem Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe) wird teilweise zu noch gefährlicheren Stoffen umgewandelt und trägt zur Entstehung von Smog bei.
Psychisch krank durch Autoabgase
Die hauptsächlichen Schadstoffbelastungen, die durch Straßenverkehr entstehen sind: Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Benzol und Blei sowie Ozon und feine Staubteilchen. Benzol reichert sich zum Beispiel über Jahre hinweg in Gehirn, Fettgewebe und roten Blutkörperchen an und kann noch nach vielen Jahren eine Leukämie auslösen. Auch die Bleikonzentration im Körper kann bedenkliche Ausmaße annehmen, sie schädigt Nieren, Blutbild, Erbgut und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Aber auch die Nerven. Viele Umweltschadstoffe wie auch Blei rufen daher auch psychische und neurologische Symptome hervor. Kein Wunder, dass bereits jeder vierte Achtjährige nervöse und jeder achte emotionale Störungen aufweist.
Atemlos in/durch den Feierabendverkehr
Die Zahl der Allergien und Atemwegserkrankungen steigt beständig. Gleichzeitig gibt es Anhaltspunkte, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Atemwegsbeschwerden mit dem Feinstaubgehalt der Luft steigt. Dabei ist nicht die Masse, sonder die kleinsten ultrafeinen Partikel entscheidend. Besondere Bedeutung bekommen daher die Dieselabgase, die besonders viele kleinste Staubteilchen enthalten.
Allergisch auf Schadstoffe
Umweltmediziner wissen längst, dass es Menschen gibt, die auf geringste Konzentrationen von Schadstoffen mit starken Gesundheitsbeschwerden reagieren. Gelenk- und Knochenschmerzen, ständige Infektionen, Verwirrtheit, Erschöpfung, Hauterkrankungen, Augenbrennen, Geruchsempfindlichkeit und weitere Beschwerden gehören zu der Krankheit „Vielfache Chemikalien-Überempfindlichkeit" (MCS). Als die zehn häufigsten Verursacher wurden folgende Substanzen genannt: Schwermetalle, Quecksilber, Amalgam, Formaldehyd, Pentachlorphenol, Pestizide, Lindan, Palladium, Lösemittel und Polychlorierte Biphenyle.
Süßwasseralgen, Gemüse und Kräuter entgiften
Schon in den 70er Jahren beschäftigten sich Wissenschaftler mit den stark ausleitenden Eigenschaften von Pflanzen. Untersuchungen mit der Süßwasseralge Chlorella pyrenoidosa zeigten, dass diese die Schwermetalle Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom, Nickel und Blei bindet (übrigens auch Dioxin und Pestizide). Vermutlich sind das Chlorophyll, aber auch weitere Inhaltsstoffe der Alge wie das Sporopollein und die Zellwand für die entgiftende Wirkung verantwortlich. Schwefelhaltige Verbindungen aus Bärlauch sowie Koriander sollen ebenfalls die Ausleitung fördern. Ballaststoffhaltige Lebensmittel wie Weizenkleie senken die Aufnahme von Schwermetallen im Darm, wichtige Entgiftungsmineralien sind Zink und Selen sowie Vitamine.
Dr. Kaske Redaktionsbüro
