Steckbrief: Die Kopflaus

Die Kopflaus (Pediculus capitis) ist die am häufigsten vorkommende Läuseart. Kopfläuse sind Parasiten, die sich bevorzugt an warmen und gut durchbluteten Körperstellen, zum Beispiel hinter den Ohren oder in der Nackengegend, aufhalten.

Übertragung

Die Übertragung von Kopf zu Kopf geschieht in aller Regel durch direkte Haarkontakte und kann begünstigt werden durch gemeinsam geteilte Kleidungsstücke wie Hüte und Mützen oder auch Kopfkissen und Haarbürsten, durch Kopflehnen in Bussen und Bahnen oder durch öffentliche Kleiderständer.
Die ausgewachsene Kopflaus ist 2,4 bis 3,1 Millimeter groß, hat 6 lange Beine mit Klammern an den Enden und drei ein- und ausziehbare Saugrüssel.

Charakteristika

Sie ist grau und ernährt sich von menschlichem Blut, das sie mit ihren Saugrüsseln aus der Kopfhaut zieht. Kopfläuse haben keine Flügel, sie können aber ziemlich schnell "rennen": bis zu 30 cm pro Minute.
Ihre Lebenserwartung beträgt 2-4 Wochen, wobei die Weibchen älter werden. Läuse sind nach acht Tagen geschlechtsreif und legen dann 10 bis 15 Eier (Nissen) am Tag, die sie mit einem unlöslichen Klebstoff am Haar fixieren, etwa einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt. Die Nissen benötigen für ihre Entwicklung etwa sechs bis zehn Tage.
Kopfläuse sind sehr widerstandsfähig. Sie überleben längere Aufenthalte unter Wasser, können aber ohne Hautkontakt nicht länger als 48 Stunden überleben.