Warum schmerzt Stanniol auf Zahnplompen?

Naschkatzen können sich den Genuss gründlich verderben, wenn beim Schokolade-Schlemmen versehentlich ein Stück Stanniolpapier in den Mund gelangt: Die Berührung des Aluminiums mit einer Zahnplombe löst ein sehr unangenehmes Gefühl oder sogar Schmerz aus.
Unterschiedliche Zahnfüllungen vertragen sich nicht
Der Grund: Wenn zwei verschiedene Metalle über eine stromleitende Flüssigkeit miteinander verbunden werden, entsteht zwischen den Metallen eine elektrische Spannung. Das Aluminium im Stanniol und das Quecksilber in der Zahnfüllung sind zwei unterschiedliche Metalle, die über den Speichel miteinander verbunden werden - es fließt Strom. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert übrigens eine Batterie. Im Mund kann diese Spannung einen säuerlichen Geschmack oder ein Schmerzgefühl bewirken.
Batterie im Mund
Diese beim Naschen harmlose "Nebenwirkung" kann in anderen Zusammenhängen ernsthafte Auswirkungen haben: Zahnfüllungen und Kronen im Gebiss sind oft aus unterschiedlichen Metallen hergestellt. Hat man beispielsweise eine Amalgamfüllung und beschließt, am Zahn nebenan eine Goldkrone einsetzen zu lassen, kann das böse Folgen haben. Durch den Speichel kommt es zur elektrischen Aufladung. Dabei lösen sich geladene Teilchen aus dem "unedleren" Metall und fließen zum "edleren" Metall, in diesem Falle vom Amalgam zum Gold. Folge: Die Amalgamfüllung löst sich langsam aber sicher auf, die dabei frei werdenden Quecksilber-Teilchen werden mit dem Speichel verschluckt und gelangen so in den Stoffwechsel. Dort ist das Quecksilber nicht ungefährlich, es kann beispielsweise Störungen des Nerven- oder des Immunsystems auslösen.
Quelle: dgk
