Was ist eigentlich Bioenergie?

In einer Zeit in der sich die fossilen Brennstoffe dem Ende neigen taucht der Begriff "Bioenergie" immer öfter auf, doch was bedeutet er?
Bioenergie ist eine regenerative ökologische Energiequelle, deren Grundstein schon in den 1990er Jahren gelegt wurde. Die benötigte Biomasse wird hauptsächlich aus Holz, Stroh, Mais, Raps, Zuckerrübe, Biogas und Pflanzenölen gewonnen.
Die Pflanzen speichern die Sonnenenergie mit Hilfe der Fotosynthese in Form von Biomasse. Weitere Voraussetzungen sind nur Wasser und Kohlenstoffdioxid. Die in der Biomasse gespeicherte Energie kann durch Verbrennung oder Gärung effektiv genutzt werden.
Der bisherige Biokraftstoff verbrauch liegt mit 3,6% jedoch weit hinter dem etablierten Otto- oder Dieselkraftstoff.

Die Vorteile der Bioenergie

Der Hauptvorteil der Bioenergie ist die Verringerung der Umweltbelastung durch Kohlendioxid, da die Bio-Energieträger im Laufe ihres Wachstums der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen haben. Deshalb wird der Treibhauseffekt nicht verstärkt.
Voraussetzung für den Umweltfreundlichen Gebrauch der Energie ist jedoch, dass nicht Grundlos Regenwald gerodet wird, um z.B. Rapsfelder anzulegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Reste, z.B. aus der Holzverarbeitung, durch das Verbrennen effektiv in Energie umgewandelt werden können.
Eine weitere Art der Energiegewinnung ist die Nutzung des Faulgases von Bioabfällen. Durch die Verbrennung des Gases kann umweltfreundliche Energie und Wärme gewonnen werden. Die Gärreste werden nach der Energiegewinnung kompostiert und als Dünger zurück auf die Felder gebracht.

Kapazitäten der Biomasse

In Deutschland könnten 5%-10% des Primärenergiebedarfs mit Bioenergie abgedeckt und demnach die entsprechende Menge an Öl, Kohle oder Erdgas eingespart werden. Genutzt werden von dieser Verfügbaren Menge momentan lediglich 0,8%.