Wieso fallen Vögel beim Schlafen nicht vom Baum?

Es gibt Menschen, die im Sitzen schlafen. Das machen Vögel auch. Doch sitzen sie dabei auf der Stange, auf Ästen in meterhohen Bäumen und fallen trotzdem nicht herunter. Wie geht das?Vögel haben eine "Klammersicherung": Wenn sie auf einem Ast sitzen, winkeln sie ihre hintere Kralle ab. So spannen sich die Sehnen am Bein und die Krallen werden geschlossen. Das Ganze wird durch das Körpergewicht des Vogels noch abgesichert.

Greifreflex

Der Greifreflex in den Krallen ist bei Vögeln ein Automatismus. Während der Mensch Muskeln aktivieren muss, um etwas zu greifen, müsste ein Vogel im Gegensatz Muskelkraft aktivieren, um seinen Griff zu lösen. Das Greifen stellt somit bei Vögeln einen passiven Akt dar, während es bei Menschen ein aktiver Akt ist.

Schlafdauer bei Vögeln

Die Schlafzeit ist bei Vögeln allerdings sehr unterschiedlich: Drosselartige schlafen nur ein bis drei Stunden. Auch versinken Vögel generell nicht in eine dem Menschen ähnliche Tiefschlafphase. Sie legen lediglich eine Art Ruhephase ein, um stets rechtzeitig vor Feinden fliehen zu können. Mit rund sechs Stunden schlafen so genannte Höhlenbrüter wie der Specht am längsten.