Woher kommt die Reiseübelkeit?

Für viele Menschen ist Reiseübelkeit ein ständiger und unangenehmer Begleiter auf langen Fahrten im Auto, auf See oder auf Reisen im Flugzeug.
Die Reiseübelkeit ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion des Körpers auf äußere, ungewohnte Reize. Mediziner nennen diese Befindlichkeitsstörung Kinetose ("kinein" ist das griechische Wort für "bewegen").
Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
Das wichtigste Sinnesorgan für die Raumlage ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Wird der Kopf bzw. der Körper bewegt, so reizt die sich mitbewegende Lymphflüssigkeit im sogenannten Vestibulum winzige Sinneshaare, die diese Information an das Kleinhirn - die eigentliche Schaltzentrale des Gleichgewichtssinns - weitergeben.
Wenn nun aber die Augen eine Bewegung (z. B. Autofahrt) melden, die übrigen Körperregionen jedoch Stillstand (Sitzen im Auto), droht die gefürchtete Reiseübelkeit. Der Grund: Die widersprüchlichen Informationen können vom Kleinhirn nicht mehr zur Übereinstimmung gebracht werden, der "Zentralrechner" stürzt sozusagen ab. Bewegung und Stillstand - wiedersprüchliche Reize, der Körper reagiert mit Stress.
Tipps und Tricks gegen Reiseübelkeit
- Vor und bei der Reise Speisen und Getränke meiden, die den Magen reizen. Auf Alkohol und Nikotin verzichten!
- Nicht während der Autofahrt lesen.
- Leichte Snacks für zwischendurch (beispielsweise Obst, Gemüse, Knäckebrot, Zwieback).
- Im Auto besser vorne Platz nehmen.
- Öffnen Sie zwischendurch das Fenster! Frische Luft tut gut.
- Machen Sie häufig Pausen, in denen Sie sich bewegen.
- Der Blick auf entfernte Fixpunkte schont das Gleichgewichtsorgan.
- Im Flugzeug ist der beste Platz im Mittelgang über den Tragflächen.
- Auch auf dem Schiff lieber an Deck und in der Mitte aufhalten.
- In Bus oder Bahn in Fahrtrichtung sitzen.
- Reisen mit Kindern in der Nacht starten, da im Schlaf das Gleichgewichtssystem ruht.
