Macht Schokolade glücklich?

Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade, weiße Schokolade, Schokolade mit Nüssen - die Auswahl ist riesen groß, sie schmeckt und macht angeblich sogar glücklich... Aber was ist dran an diesem Gerücht?

Ein Grund für schlechte Laune - Serotoninmangel

Serotonin beeinflusst unsere Stimmungslage. Es ist ein Botenstoff im Gehirn, ein so genannter Neurotransmitter, der dem Körper Entspannung und Sättigung signalisiert.


Ein Mangel an Serotonin kann für schlechte Laune, Gereiztheit und sogar Depressionen verantwortlich sein. Das Serotonin bildet der Körper im Gehirn selbst. Aus der Aminosäure Tryptophan, einem Eiweißbaustein, der sich im Blut befindet.

Schlechte Laune im Winter

Im Winter ist der Serotoninspiegel oft niedriger als sonst. Das liegt vor allem am Tageslicht-Mangel, der sich über Wochen oder Monate hinstreckt. Die Konsequenz: schlechte Laune und Hunger. Das einzige, was jeder selbst dagegen tun kann, ist, dafür zu sorgen, dass möglichst viel Tryptophan ins Gehirn gelangt. Aber wie?Wer glücklich sein möchte, sollte Kohlenhydrate essen. Durch sie bahnt sich das Tryptophan den Weg ins Gehirn. Generell kommen dafür alle Kohlenhydrate in Frage. Allerdings ist ihre Wirkung verschieden: Pralinen, Schokolade, Bonbons und auch Traubenzucker lassen den Blutzuckerspiegel konkurrenzlos schnell ansteigen. Damit steigt auch der Serotoninspiegel im Gehirn sehr schnell, und die Schokoladengenießer fühlen sich satt und zufrieden. Diese prompte Wirkung hat aber ihren Preis: Sie hält nicht lange an. Zucker und Serotonin verschwinden ebenso schnell wieder wie sie gekommen sind. Nach nicht einmal einer Stunde ist der "Glücksrausch" vorbei. Und nicht nur das: Meistens ist nach dem Schokogenuss der Blutzuckerspiegel sogar noch niedriger als vorher. Das kurze Glück endet mit noch mehr Hunger und noch schlechterer Laune - und mit dem Verlangen nach Wiederholung. Die Folge: mehr Pfunde auf den Hüften. Das verursacht dann erst recht schlechte Stimmung. Kohlenhydrate, die aus Brot, Müsli, Nudeln, Obst oder Kartoffeln stammen, werden langsamer an das Blut abgegeben. Dafür hält ihre Wirkung viel länger an. Der Serotoninspiegel bleibt konstant auf einem höheren Niveau. Abstürze sind nicht zu befürchten. Wer also morgens ein gutes Müsli isst, startet mit einer lange anhaltenden guten Stimmung in den Tag.

Fazit:

Brot, Kartoffeln, Müsli und Obst machen glücklich. Schokolade macht zwar für einen kurzen Augenblick glücklich, dann unglücklich und auf Dauer dick.

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