Macht Schokolade süchtig?

Haben Sie sich in Anbetracht einer komplett verschlungenen Tafel Schokolade auch schon mal gefragt, ob diese vielleicht süchtig macht? Wie sonst ist es zu erklären, dass man sich jedes Mal vornimmt, nur 2-3 Rippchen zu naschen und am Ende sitzt man mit schlechtem Gewissen vor dem leeren Stanniolpapier.
Trotzdem: Die wissenschaftliche Antwort lautet: Nein, Schokolade macht definitiv nicht süchtig. Aber, wie so oft, ein bisschen was ist dran. Denn in der Schokolade ist der in der Wissenschaft schon häufig diskutierte Stoff "Anandamid" enthalten, der auch in Cannabis vorkommt.
Eine Studie der Universität Gießen belegt allerdings, dass ein Kind etwa 12.000 Tafeln Schokolade essen müsste, um eine Rauschwirkung zu spüren. Außerdem enthält Schokolade bestimmte Stoffe wie Theobromin oder Methylxantin, die auch in Tee und Kaffee enthalten sind und eine anregende Wirkung haben können. Um die Wirkung einer Tasse Kaffee zu erreichen, müssten man ungefähr vier Tafeln davon essen. Und das ist weder gut für den Magen noch für die Figur.
Als medizinisch belegt gilt dagegen, dass Schokolade glücklich macht. Grund dafür sind die so genannten "Endorphine", die in der Schokolade enthalten sind und tatsächlich unsere Stimmung heben können. Diese "Glücklichmacher" bildet unser Körper normalerweise immer dann, wenn wir z.B. Sport treiben, aber auch, wenn wir verliebt sind. Und sie können noch mehr: Sie sorgen auch dafür, dass wir schmerzunempfindlich werden.
