Was sind Bratäpfel?

Zu keiner Gelegenheit werden so viele Süßigkeiten gegessen wie im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen. Das stellt eine gefährliche Attacke nicht nur auf unsere Zähne dar. Doch es muss nicht immer Süßes aus der Tüte sein: Schokolade, Marzipan, Plätzchen, Bonbons und Co, die sich vor allem nur zur Weihnachtszeit auf die Hüften legen, haben eine gesunde Konkurrenz: Bratäpfel. Der Apfel an sich hat es wirklich in sich. Zwei dieser Früchte täglich decken - nicht zubereitet - den für diese Jahreszeit so wichtigen Bedarf an Vitamin C. Äpfel sind außerdem reich an Ballaststoffen und gesund für die Zähne.
Gesunde Delikatesse aus dem Backofen
Traditionell sollen Bratäpfel bereits am Nikolaustag an die Großzügigkeit des Heiligen Nikolaus erinnern und die Geldbeutel und Goldklumpen symbolisieren, die der Bischof an arme Leute verschenkte. Früher gehörten am Nikolausabend Bratäpfel unbedingt in jede Stube.
Die Zubereitung ist ganz einfach. Man nehme:
- 10 säuerliche Äpfel
- 20 Stück Würfelzucker
- 50 Gramm sehr grob gehackte Mandeln oder andere Nüsse
- 50 Gramm Rosinen
- 10 Teelöffel dunkle Konfitüre
- 1/2 Glas Wein (oder Apfelsaft für die Kinder)
- 40 Gramm Butter
Bei den Äpfeln vorsichtig das Kerngehäuse ausstechen und ein Stück Würfelzucker hineinstecken (so tief wie möglich). Konfitüre und Rosinen mischen und die Äpfel füllen. Die Mandeln aufstreuen und andrücken. Je ein Stück Würfelzucker obenauf legen und Butterflöckchen aufsetzen. In eine gefettete Auflaufform stellen und mit Wein / Apfelsaft begießen. Bei 180 Grad 45 Minuten backen und eventuell zusätzlich mit Vanille- oder Schokoladensoße servieren.
Hilfe bei Halsschmerzen und Heiserkeit
Außerdem helfen Bratäpfel in der kalten Jahreszeit gegen Halsschmerzen und Heiserkeit. Ein uraltes Hausmittel, das köstlich schmeckt und obendrein hilft: Bereiten Sie sich drei Bratäpfel mit etwas Honig übergossen im Backrohr zu. Essen Sie sie lauwarm.
"Apfel, Nuss und Mandelkern": Nehmen Sie diesen weihnachtlichen Spruch einmal wörtlich und knabbern Sie Nüsse anstelle von Marzipankartoffeln und Vanillekipferln. Das darin enthaltene Öl ist weitaus gesünder als Butter.
Autor/Quelle: dgk
