Wie natürlich ist "natürliches Mineralwasser??

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Was ist am besten geeignet, zu erfrischen und den Durst zu stillen? Mineralwasser. Natürliches Mineralwasser unterliegt der "Mineral- und Tafelwasser-Verordnung". Es bedarf einer amtlichen Zulassung und gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Das bedeutet aber nicht, dass das Wasser genauso naturbelassen in die Flasche abgefüllt wird, wie es aus dem Erdinneren kommt.

Die Natürlichkeit des Wassers

Das aus der Tiefe geförderte oder aus artesischen Quellen sprudelnde Nass ist zwar mikrobiologisch rein, schmeckt aber nicht immer gut. Bei Geschmack und Geruch darf deshalb nachgeholfen werden.

Wasser mit hohem Gehalt an Eisen ist bräunlich verfärbt, Wasser mit Schwefelverbindungen riecht unangenehm. Diese Inhaltsstoffe sowie größere Mengen an Mangan und Arsen dürfen durch Filtrieren, Dekantieren, Belüften und mittels Ozon entfernt werden.

Ob und wie stark ein Mineralwasser sprudelt, entscheiden der Kohlensäuregehalt und die enthaltenen Mineralien. Nur die wenigsten Quellen enthalten eigene Kohlensäure, das Mineralwasser wird meist erst nach der Förderung damit versetzt.

 

Still, medium, naturell

Je nach Zusammensetzung entbindet die Kohlensäure mehr oder weniger schnell. Der klassische Sprudel enthält 7 bis 7,5 Gramm Kohlensäure pro Liter. Noch mit zwei Gramm ist die Kohlensäurefreisetzung in feinen Perlen feststellbar.

In Wasser, das als „medium" gehandelt wird, darf bis zu 5,5 Gramm Kohlensäure gebunden sein. Gleiches gilt für die Qualität „still". Es gibt keine verbindlichen Grenzwerte. Medium ist daher eher ein technischer Wert: Diesem Druck hält die klassische grüne Perlglasflasche stand.

Wer auf wirklich stilles Wasser Wert legt, kann sich am Begriff „naturell" orientieren.