Warum hat man manchmal im Sommer kalte Hände?

Der Mensch ist ein "Warmblütler" und in folge dessen auf eine konstante Körpertemperatur angewiesen. Dazu verfügt er über ein kompliziertes System zur Wärmeregulation - ständig wird über die Haut und im Körperinneren die Temperatur gemessen. Bei Kälte geben die Temperaturfühler das Signal, bestimmte Gefäße an Armen und Beinen zu verengen und die Durchblutung zu verringern, damit wichtige Organe wie Herz, Gehirn, Lunge und Nieren ausreichend durchblutet bleiben.

Kalte Hände oder Füße - etwa jede 5. Frau leidet darunter

Die häufigsten Ursachen sind Durchblutungsstörungen oder ein niedriger Blutdruck. Eine andere mögliche Ursache ist das sogenannte Raynaud-Syndrom, bei dem die Durchblutung wegen eines Gefäßkrampfs in den Fingern plötzlich stockt. Dieses Phänomen ist von der Medizin zwar noch nicht restlos geklärt. Man weiß aber, dass unter anderem auch psychischer Stress und eine emotionale Belastung den Gefäßkrampf auslösen können. Andere Ursachen für dauerhaft kalte Hände und Finger können aber auch Grunderkrankungen wie Herzfehler, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen sein. Deshalb ist es wichtig den Arzt aufzusuchen, wenn kalte Hände oder Füße ohne äußeren Anlass ständig wiederkommen!

Welche Hausmittel helfen gegen kalte Händen und Füße?

Wechselbäder á la Kneipp Der Wechsel zwischen Wärme- und Kältereiz. Unterarme 5 bis 10 Minuten in warmes Wasser tauchen, dann rascher Wechsel in kaltes Wasser, ca. 15 Sekunden. Insgesamt 2- bis 3-mal wiederholen, mit kaltem Wasser beenden. Wassergüsse mit dem Schlauch Dazu einfach Duschkopf abschrauben. Zuerst eine Wadenseite mit leichtem Wasserdruck vom Fuß aufwärts bis zum Knie, dann abwärts die andere Seite. 2- bis 3-mal zwischen warm und kalt wechseln. Gilt auch für Unterarmgüsse. Gut abtrocknen. Sauna Ähnliche Wirkung erzielt die Sauna. Anschließende kalte Dusche fördert die Durchblutung. Bei Herz- Kreislaufproblemen vorher den Arzt fragen. Fingergymnastik Fingergymnastik bringt die Durchblutung der Hände wieder auf Trab. Dazu die Hände einfach ausstrecken und 20-mal fest zur Faust ballen und wieder öffnen. Das fördert die Durchblutung und die Hände werden wieder warm. Scharfe Gewürze Tabasco, roter Pfeffer, Paprika und Chili fördern die Durchblutung. Aber Vorsicht: Der Magen muss es vertragen! Im Zweifel genügt auch Rosmarin. Ingwer wirkt wärmefördernd.

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