Was ist die Fischschuppenkrankheit?

Die Fischschuppenkrankheit Ichthyosis vulgaris ist eine Verhornungsstörung, die zu sehr trockener Haut mit verstärkter Schuppenbildung führt.
Die häufigste vererbte Krankheit
Es bilden sich vermehrt an Armen und Beinen Hautschuppen, die pflasterartig nebeneinander liegen und die einer Reptilienhaut ähneln. Die Haut ist sehr trocken und rissig, und es wird nur wenig Talg und auch Schweiß gebildet. Die Fischschuppenkrankheit gehört zu den häufigsten vererbten Hauterkrankungen.
Schuld ist ein inaktives Gen
Die trockene Haut zeigt sich vor allem an den Streckseiten der Arme und Beine und am Körper. Die Beugen sind im Gegensatz zur Neurodermitis nicht befallen. Es kommt jedoch bei vier bis acht Prozent der Neurodermitiker parallel zu einer Ichthyosis vulgaris.
Als Ursache stellte sich kürzlich heraus, dass für die Ichthyosis eine Störung des Hornschichteiweißes Filaggrin mitverantwortlich ist. Außerdem weiß man, dass bei der Fischschuppenkrankheit das für die Produktion dieses Eiweißes verantwortliche Gen wenig aktiv ist. Es verhält sich ähnlich wie bei dem atopischen Ekzem.
Die Minderfunktion des Gens führt zu einer Störung der Barrierefunktion der Epidermis, diese ist für den Verlust an Feuchtigkeit und Feuchthaltefaktoren, wie zum Beispiel Harnstoff, verantwortlich.
Autor/Quelle: frei HautforschungsInstitut
