Was ist Helicobacter pylorii?
Erst 1983 wurde das spiralförmige Bakterium Helicobacter pylorii entdeckt, seither wird seine Bedeutung für die Entstehung von Magenproblemen diskutiert. In Deutschland tragen etwa 50 Prozent der Bevölkerung den Keim in sich. Eine Infektion mit dem Helicobacter pylorii ist die zweithäufigste Infektion nach Karies. Die Ansteckung mit Helicobacter pylorii erfolgt meist in den ersten Lebensjahren, was aber nicht bedeutet, dass das Bakterium schon so früh zu gesundheitlichen Problemen im Magen-Darm-Bereich führt.
Helicobacter pylorii bei einer Gastritis
Allerdings ist erwiesen, dass das Helicobacter-Bakterium in späteren Lebensjahren bei der Entstehung einer Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) eine wichtige Rolle spielt. Die Gastritis kann dann Ausgangspunkt weiterer Erkrankungen sein und beispielsweise zu einem Magengeschwür oder gar zu Magenkrebs führen. Die alleinige Tatsache, dass jemand das Helicobacter-Bakterium in sich trägt, macht noch keine Behandlung erforderlich. Erst wenn gleichzeitig ein Magengeschwür oder eine Gastritis vorliegt, wird eine Therapie empfohlen.
Die Behandlung des Helicobacter-Bakteriums erfolgt mit einer Kombination aus zwei Antibiotika und einem dritten Medikament, das die Produktion von Magensäure reduziert. Die Therapie-Ergebnisse sind in der Regel sehr gut: Im Durchschnitt sind nach sieben Behandlungstagen etwa 90 Prozent der Patienten vollständig von Helicobacter pylorii befreit.
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