Was sind Kuhpocken?
Kuhpocken sind eine relativ harmlose durch einen Virus hervorgerufene Hautinfektion, die durch direkten Kontakt mit infizierten Kühen (z.B. beim Melken) auf den Menschen übertragen wird. Der Erreger dringt über kleine Hautverletzungen ein. Ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung entwickeln sich etwa linsengroße, bläuliche Knoten an der Eintrittsstelle ("Melkerknoten").
Nach sechs bis acht Wochen heilen die Hautveränderungen unter Krustenbildung ab. Zur Behandlung dieser gutartigen Erkrankung reichen lokale austrocknende Maßnahmen. Der englische Arzt Edward Jenner entdeckte Ende des 18. Jahrhunderts, dass sich der Pustelinhalt eines an Kuhpocken erkrankten Menschen als Impfstoff gegen die echten Pocken eignete. Ohne Genaueres über den Erreger der Pocken zu wissen, erfand er so die erste Form der Impfung gegen die Krankheit. Das medizinische Wort für Impfstoff lautet "Vaccine". Es leitet sich von "vacca" ab, dem lateinischen Wort für "Kuh" wie "Kuhpocken".
