Was wissen Sie über Tetanus?
Wussten Sie, dass Tetanus (Wundstarrkrampf) eine durch Giftstoffe von Bakterien verursachte Erkrankung ist, die sogar durch Bagatellverletzungen übertragen werden kann? Die Bakterien treten weltweit auf und kommen vor allem in der Erde und im Straßenstaub vor. Die Tetanusbakterien setzen ein Gift frei, dass erst nach 4 bis 20 Tagen, wenn die Wunde oft schon verheilt ist, zu schweren, schmerzhaften Muskelkrämpfen bis hin zur vollständigen Muskelstarre mit häufiger Todesfolge führen kann. Die weltweiten Erkrankungen an Tetanus werden jährlich auf 300.000 - 500.000 geschätzt.
Tetanus, bei vielen Menschen auch als Wundstarrkrampf bekannt, ist eine Wundinfektion, die durch das Toxin des Tetanuserregers ausgelöst wird. Der Krankheitserreger heißt Clostridium tetani, ein Bakterium, welches um 1885 durch Kitasato entdeckt wurde. Clostridium tetani ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das sich nur in sauerstoffarmer Umgebung vermehren kann. Es ist durch seine mehrschichtige Hülle äußerst resistent und kommt in unserer Umwelt (Erdreich, Wasser, Straßenstaub) weit verbreitet vor. Jedoch finden sich dessen Sporen (Dauerform von Bakterien. In diesem Zustand können diese Tausende von Jahren überdauern) auch als natürlicher Bestandteil in der menschlichen und tierischen Darm- und Hautflora. Die Infektion kann durch verschmutzte kleinere Verletzungen erfolgen (verletztes Gewebe = sauerstoffarmes Milieu), insbesondere durch im Gewebe verbliebene kleine Fremdkörper wie Holzsplitter oder Dornen. Aber auch bei großen Wundflächen mit starker Verschmutzung oder schlecht durchbluteten Gewebearealen kann eine Tetanusinfektion ausgelöst werden. Der Tetanuserreger sondert ein Gift ab, welches entlang der Nerven zum Gehirn dringt oder auch durch das Blut in das Gehirn gelangt. Dort hemmt es Synapsen, wodurch die Krämpfe der Muskulatur verursacht werden. Diese Lähmungen beginnen im Gesicht, breiten sich in der Folge auf den ganzen Körper aus und können in einem Drittel der Fälle tödlich enden. Eher uncharakteristische Symptome der Erkrankung sind Kopfschmerzen, Mattigkeit, Schwindel, Schweißausbrüche und Muskelschmerzen. In der Folge kann es zu einer Verkrampfung der Zungen- und Kiefermuskeln kommen, des sog. "Trismus" oder "Kieferklemme".
Wie kann man sich schützen?
Schützen können Sie sich durch eine Grundimmunisierung, da es eine spezifische Therapie des Tetanus nicht gibt. Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen, bei denen die 1. und 2. Impfung im Abstand von 4-8 Wochen erfolgen soll. Die 3. Impfung wird 6 bis 12 Monate später durchgeführt. Alle 10 Jahre sollten Sie die Tetanusimpfung auffrischen lassen.
