Was sind Campylobacter-Keime?

Campylobacter-Keime sind in Deutschland neben Salmonellen häufige Erreger für lebensmittelbedingte Durchfallerkrankungen. Während die Mehrheit der Bevölkerung weiß, dass Salmonellen Krankheitserreger sind, sind die weit verbreiteten Keime der Gattung Campylobacter in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Das Krankheitsbild der Campylobacter-Erkrankung entspricht dem der Salmonellose. Etwa drei bis fünf Tage nach Aufnahme der Erreger können Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Magenkrämpfe, Kopfschmerzen bis hin zu Schlaflosigkeit auftreten.
Wie werden Campylobacter-Keime übertragen?
Die Bakterien werden dabei in den meisten Fällen durch Lebensmittel übertragen. Gefunden wurden die Erreger insbesondere in rohem Geflügelfleisch. Wird dieses nicht ausreichend erhitzt, z.B. im Kern auf Temperaturen von 70 °C über 10 Minuten, oder gelangen die Erreger durch unzureichende Küchenhygiene auf andere Speisen, die nicht mehr erhitzt werden, kann eine Erkrankung ausgelöst werden. Weitere Übertragungsquellen für Campylobacter sind Rohmilch und z.B. durch Kot verunreinigtes Oberflächenwasser, das an Gemüse oder Salat anhaftet und mitverzehrt wird.
Küchenhygiene gegen Campylobacter-Keime
Unter dem Mikroskop erscheinen die Bakterien als S-förmig gebogene, schlanke Stäbchen, die an beiden Enden mit feinen Fortbewegungsfäden begeißelt sind. Campylobacter wachsen am besten bei Temperaturen zwischen 30 und 45 °C. Kühlschranktemperaturen tolerieren sie, beim Erhitzen über 50 °C werden sie zuverlässig abgetötet. Verbraucher können sich vor den Erregern schützen, indem Sie auf Küchenhygiene achten, d.h. Salat und Gemüse für den Rohverzehr gründlich und mit sauberem Trinkwasser waschen, Fleisch, insbesondere Geflügelfleisch, gut durchgaren und pasteurisierte Milch anstatt Rohmilch trinken.
Autor/Quelle: aid
