Wer war Linus Pauling?
Linus Pauling war ein bedeutender Wissenschaftler und Nobelpreisträger des 20. Jahrhunderts. In seinen Studien widmete er sich gänzlich verschiedenen Themen: von der Chemie und Physik über die Friedensbewegung bis hin zur Philosophie und Medizin.
Sein Lebensweg
Linus Pauling stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie und wurde am 28. Februar 1901 als Sohn eines Apothekers in Portland (Oregon, USA) geboren. Von 1917 bis 1927 widmete er sich dem Studium der Chemie, Physik und Mathematik und promovierte 1925 auch als Doktor der Philosophie. Während seiner Studien arbeitete Pauling im Rahmen eines Stipendiums in Europa unter anderem mit Niels Bohr zusammen. Im Anschluss wurde er Professor für Chemie und chemische Technologie am California Institute for Technology. Im Laufe seines Lebens dozierte Pauling an vielen namhaften Universitäten der ganzen Welt, unter anderem in Stanford und an der Berliner Humboldt-Universität.
Seine Forschungen
Paulings frühes wissenschaftliches Interesse war die Erforschung von Kristallen und Molekülen. Für seine Forschungen auf diesen Gebieten, speziell die Untersuchung der Struktur von Biomolekülen, erhielt er 1954 den Nobelpreis für Chemie. Außerdem beschäftigte Pauling sich auch noch mit der Röntgenanalyse, der Elektronenbeugung und der Quantenmechanik.
Der Weg zum Friedensnobelpreis
Im Laufe seiner Karriere widmete sich Pauling aber auch mehr und mehr humanitären Themen. Hatte er noch nach dem zweiten Weltkrieg die Verdienstmedaille der Vereinigten Staaten für seine Mitarbeit im Büro für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung erhalten, so wurde er zum entschiedenen Kriegsgegner und aktives Mitglied der internationalen Friedensbewegung.
Grund für die Änderung seiner Einstellung waren die großen Zerstörungen, die der Abwurf der amerikanischen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki verursacht hatte. In einer von 11.000 Wissenschaftlern aus der ganzen Welt unterzeichneten Petition forderte er 1958 die sofortige Einstellung aller Atomwaffenversuche. 1962 erhielt Linus Pauling für sein Mitwirken beim Zustandekommen des Atomtestabkommens den Friedensnobelpreis. Bis heute ist er der einzige Preisträger, der zwei ungeteilte Nobelpreise erhielt.
Pauling und die Medizin
Die letzten Jahre seines Lebens befasste sich Linus Pauling mit Medizin und vornehmlich mit der Wirkung des Vitamin C. Vor allem erforschte er die Anwendung des Wirkstoffs bei der Krebstherapie. In seinen Tests, die er auch an sich selbst durchführte, hatten die mit Vitamin C behandelten Patienten weniger Schmerzen und eine längere Lebensdauer.
Linus Pauling starb am 19. August 1994 im Alter von 93 Jahren an Prostatakrebs auf seiner kalifornischen Ranch.
