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Besuch beim Bio-Bauern

Familie erntet Bio-Äpfel © rawpixel

Die meisten Bio-Bauern vermarkten ihre Produkte selbst. Was bedeutet, dass die Produkte direkt auf dem Hof verkauft werden. Das klingt zunächst etwas umständlich, schließlich hat ja nicht jeder einen Bio-Hof um die Ecke. Für den Verbraucher hat das Einkaufen auf dem Biobauernhof aber auch Vorteile, zum Beispiel dass die Waren günstiger sind. Mit der Direktvermarktung bekommen die Produkte außerdem "ein Gesicht und eine Geschichte", denn der Verbraucher kann direkt sehen, woher die Lebensmittel kommen.

Vorteile der Direktvermarktung durch Bio-Bauern

Die meisten Bio-Bauern vermarkten ihre Produkte selbst, das heißt, sie bieten sie auf ihrem Hof zum Kauf an. Für den Verbraucher hat das Vorteile. Nicht nur dass die Produkte deutlich billiger sind, weil der Zwischenhandel entfällt.

Das Einkaufen auf dem Bauernhof ist auch weniger anonym: Man kann sich zum Beispiel vor Ort über die Haltung der Tiere und den Anbau informieren und erfährt auch ganz nebenbei eine Menge über die Arbeit auf einem Hof. Der Bauer selbst verbürgt sich für die Qualität seiner Produkte und nicht ein anonymes Etikett, dem wir – seien wir doch mal ehrlich – eh nicht mehr trauen.

Großeinkauf auf dem Bio-Bauernhof

Damit sich die Sache wirklich lohnt, sollten Sie mit dem Auto unterwegs sein. Denn bei der Direktvermarktung ab Hof geht es in der Regel um größere Mengen, zum Beispiel einen Sack Kartoffeln oder eine Palette Äpfel. Die Fahrt eignet sich also, um Tiefkühltruhe und Vorratsschrank aufzufüllen.

Bei einer weiten Anfahrt macht die telefonische Terminabsprache Sinn. Vor allem kleinere Hofläden werden meist von den Inhabern und Mitarbeitern des Hofes neben der täglich anfallenden Arbeit betrieben. Daher können die Öffnungszeiten eingeschränkt sein.

Hofladen und Wochenmarkt

Eine Alternative zum Besuch auf dem Bio-Bauernhof ist der Hofladen. Hier verkaufen Bio-Bauern Lebensmittel, die auf ihrem Hof erzeugt werden, aber auch vieles, was es auch im Bio-Laden gibt wie Brot, Milch, Käse, Nudeln und – je nach Größe des Hofladens – weitere Bio-Lebensmittel.

In vielen Orten gibt es außerdem Wochenmärkte, auf denen auch Bio-Bauern ihre Produkte verkaufen.

Hofgemeinschaften

Neben den genannten Vertriebsformen gibt es auch die heute selten gewordenen Hofgemeinschaften, also Zusammenschlüsse von Bauern und Handwerksbetrieben, die aus den Rohstoffen der Landwirte Lebensmittel herstellten: Müller, Bäcker, Metzger, Käser oder Bierbrauer. Sie produzieren zum Beispiel Käse, Brot oder Wurst, aber auch Kompott, Backmischungen, Honig oder Apfelsaft.

Solche Betriebe brauchen, damit sie wirtschaftlich arbeiten können, eine gewisse Größe. Sie verkaufen ihre Produkte nicht nur über den eigenen Hofladen, sondern auch an Bio-Läden in der Region und weitere Großabnehmer wie Kindertagesstätten oder Kantinen.

Und letztlich kann man auf einem Bio-Hof auch hervorragend Urlaub machen. Für Eltern hat das den unschätzbaren Vorteil, dass die Kinder beschäftigt und die Übernachtungs- und Verpflegungspreise im Vergleich zu Hotels sehr günstig sind.

Aktualisiert: 27.06.2017 – Autor: Ina Mersch

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