Anti-Aging-Food

Ältere Frau kauft Äpfel als Anti-Aging-Food © istockphoto, Wavebreakmedia

"Forever young", "120 Jahre alt und so vital wie mit 30": Die Anti-Aging-Welle überschwemmt den Markt mit Pillen, Büchern und Fitnessangeboten. Ein großer Teil der Produkte hat einen bestenfalls zweifelhaften Nutzen für den Konsumenten. Doch wie so oft - im Kern steckt etwas Wahres. Tatsache ist, dass die genetische Ausstattung des Menschen immer noch ein längeres Leben gewähren könnte, als heute im Durchschnitt vor uns liegt. Gleichzeitig ist es völlig normal, dass der menschliche Körper bereits ab Mitte 20 Gewebe- und Organfunktionen abbaut, das Entgiftungssystem zu schwächeln beginnt und bestimmte Hormonspiegel sinken.

Gefahren der Anti-Aging-Hormontherapie

Vor allem gut Betuchte lassen sich daher den Anti-Aging-Hormon-Cocktail mixen: DHEA (Dehydroepiandrosteron) eine Vorstufe für alle Sexualhormone, oder das Wachstumshormon HGH (Human Growth Hormone) mit vielfältigen Auswirkungen auf den gesamten Körper.

Wirkungen und Nebenwirkungen dieser Hormontherapien sind bisher nicht über längere Zeit getestet. Einfacher und kostengünstiger sind da Nahrungsergänzungsmittel aller Art: ob Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3-Fettsäuren, ob Pillen, Pulver oder Saft. Richtig und wissenschaftlich abgesichert ist: Altern ist eine Frage des Lebensstils. Wer sich ausgewogen ernährt, mäßig trinkt, nicht raucht und ausreichend Sport treibt, hat bessere Chancen, gesund alt zu werden.

Oxidativer Stress macht alt

Die zellbiologische Grundursache für das Altern ist die Zerstörung von Zellstrukturen durch Freie Radikale. Ein Teil dieser hochreaktiven Substanzen entsteht im ganz normalen Stoffwechsel der Zelle, zum Beispiel bei der Energiegewinnung. Weitere Radikale gelangen über Umweltgifte und Rauchen in unseren Körper. Die hochaggressiven Moleküle beschleunigen die Lebensuhr der Zellen.

Zum Glück sind Antioxidantien in der Lage, diesen Reaktionsmechanismus zu unterbrechen. Wirksame Antioxidantien sind Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A), die Vitamine C und E sowie das Spurenelement Selen. Die über Pillen und Pulver verabreichten Einzelnährstoffe hatten in wissenschaftlichen Studien jedoch kaum die erwartete Wirkung.

Weit mehr Schutz vor freien Radikalen und darüber hinaus vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten frische Lebensmittel, insbesondere Gemüse, Obst und frische Kräuter.

Sport verlängert das Leben

Frische Salate, gemüsereiche Mahlzeiten und Vollkornprodukte haben den Vorteil, dass sie sättigen, ohne dem Körper zu viel Energie zu liefern. Denn eine ausgeglichene Bilanz von aufgenommenen und verbrannten Kalorien, sprich ein normales Körpergewicht ist eine ebenso wichtige Voraussetzung, gesund zu bleiben. Regelmäßige sportliche Betätigung schützt das Herz und zwar unabhängig vom jeweiligen Körpergewicht.

Die richtigen Fette

Pflanzenöle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl enthalten besonders viel mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel zu senken helfen. Auch Olivenöl mit seinem hohen Gehalt an der einfach ungesättigten Ölsaure wirkt sich günstig aus. Die vielbeworbenen Omega-3-Fettsäuren befinden sich vor allem in fetten Seefischen und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Höchstens ein Drittel der täglichen Fettmenge sollte aus gesättigten Fettsäuren bestehen, die hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln enthalten sind, denn sie lassen den Cholesterinspiegel ansteigen.

Der vergessene Faktor: Wasser

Wasser ist das wichtigste und am häufigsten unterschätzte Lebensmittel. Egal ob Saftschorlen, Mineralwasser oder Tees, die Trinkmenge von täglich etwa zwei Litern sollte unbedingt eingehalten werden. Denken Sie einfach an die Mittelmeerküche: Viel Gemüse und Obst, hochwertige Öle, zu jedem Kaffee ein Aqua minerale, körperliche Anstrengung an der frischen Luft und alles mit Gelassenheit und Genuss!

Aktualisiert: 16.04.2013 - Autor: aid infodienst

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