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Abnehmen dank der South-Beach-Diät

South-Beach-Diät mit Fisch © Qimono

In Amerika schwärmen viele für eine Low-Carb-Diät, die das Motto "wenig Kohlenhydrate - unbegrenzt Fett" propagiert: die South-Beach-Diät. Möglicherweise geraten nun auch deutsche "Fettaugenzähler", die unbegrenzt Nudeln, Reis und Kartoffeln empfehlen, in Bedrängnis. Doch auch diese Diätform hat nur Erfolg, wenn auf die Art des Fettes geachtet wird. Dadurch reduziert sich die angeblich neue South-Beach-Diät auf einen alten Hut: die Mittelmeerdiät.

Diät ohne Kohlenhydrate

Ihren Ursprung findet die neue "Fettwelle" in der 1972 entwickelten Diät des Kardiologen Robert Atkins. Er verkündete, dass sich die überflüssigen Pfunde am besten schmelzen lassen, wenn man so viel Eier und Fleisch isst wie man mag, aber auf alle kohlenhydrathaltigen Lebensmittel verzichtet. Obwohl der "Fett-Guru" Atkins kurz vor seinem Ableben letztes Jahr knapp 117 Kilo - bei 1,80 Körpergröße - auf die Waage brachte, findet die Diät immer noch Anhänger.

South-Beach-Diät: "gutes" und "schlechtes" Fett

Der Kardiologe Arthur Agatson modifizierte die Atkins-Diät und hatte damit bei einer Gruppe von Herzkranken großen Erfolg. Die "Low-Carb-Welle" war geboren. Im Gegensatz zu Atkins unterschied er zwischen guten und schlechten Fetten. Während pflanzliche Öle, vor allem Olivenöl und Nüsse erlaubt sind, bleiben tierische Fette weiter verdammt - Ausnahme Fischöl/-fett.

Weiterer Unterschied zu Atkins: Nicht alle Kohlenhydrate sollen gemieden werden, sondern Produkte aus weißem Auszugsmehl wie Brot und Nudeln, Kartoffeln oder zuckerhaltige Lebensmittel. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, die ebenfalls Kohlenhydrate enthalten, sind dagegen erlaubt. Die aus Miami stammende "South-Beach-Diät" gliedert sich in drei Phasen: Nur in der ersten Phase sollten Backwaren, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Süßigkeiten, Eiscreme, Fruchtsäfte oder Alkohol strikt vermieden werden.

Mittelmeerdiät als Vorläufer

Schon seit längerer Zeit ist die "Mittelmeerdiät" ein Begriff. Sie besitzt einen hohen Fettanteil, der hauptsächlich durch den großzügigen Gebrauch des Olivenöls zustande kommt. Ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche sind Gemüse und Fisch sowie Fleisch in Maßen. Einziger Unterschied: Obst und Nudeln. Besonders "herzerfrischend" wirkt auch das Fett aus Fischen wie Makrele, Lachs, Hering oder Thunfisch. Es enthält Omega-3-Fettsäuren, die den Blutfluss im Körper im Fluss halten.

Fazit zur South-Beach-Diät

Die Vorteile der South-Beach-Diät:

  • Fett sättigt und macht auch unbeliebte Lebensmittel, wie Gemüse, schmackhafter
  • der Insulinspiegel wird nicht verändert
  • Sie enthält viel pflanzliche, aber wenig tierische Fette
  • Sie enthält viel Gemüse (Stichwort Vitamine, bioaktive Inhaltsstoffe, Ballaststoffe)
  • Sie enthält viel Fisch (Stichwort: Jod und Omega-3-Fettsäuren, die prophylaktisch gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken)
  • Süßigkeiten und Produkte aus Weißmehl (Brot, Nudeln) werden gemieden

Die Nachteile der der South-Beach-Diät:

  • Nährstoffreiche und lange sättigende Lebensmittel wie Kartoffeln oder Reis werden gemieden
  • Obst und 100%-Saft sollen insbesondere in Phase 1 ausgeschlossen werden. Sie enthalten jedoch viele Vitamine und bioaktive Inhaltsstoffe
  • Wenn Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte weggelassen werden, zum Beispiel in Phase 1 der Diät, fehlen die wichtigen Ballaststoffe
  • Fett enthält von allen Nährstoffen am meisten Kalorien. Es darf also insgesamt eher weniger gegessen werden

Ganz im Gegensatz zur Atkins-Diät bestehen zu der South-Beach-Diät keine Einwände, wenn sie nicht übertrieben wird. In ihrer extremsten Form (Phase 1) ist sie jedoch nur kurzfristig empfehlenswert. Sie unterscheidet sich dann jedoch nicht mehr wesentlich von allgemeinen Ernährungsempfehlungen.

Aktualisiert: 09.01.2018

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