Adipositas – Vorbeugen

Hüftspeck als Vorstufe zu Adipositas © istockphoto, Foremniakowski

Je ausgeprägter die Adipositas ist und je länger sie besteht, desto schwieriger wird die Therapie. Zudem sind auch die Folgen wie Bluthochdruck (Hypertonie) und Arteriosklerose bei Gewichtsabnahme nicht immer alle rückgängig zu machen. Deshalb ist es wichtig, Übergewicht gar nicht erst entstehen zu lassen beziehungsweise leichtes Übergewicht nicht zu einer Adipositas werden zu lassen.

Gesunder Lebensstil ist das A und O

Wichtigster Faktor beim Vorbeugen von Adipositas ist ein gesunder Lebensstil: eine ausgewogene Ernährung mit wenig und gesundem Fett, vielen Ballaststoffen und Vitaminen sowie wenig Industriezucker. Genauso wichtig wie Ernährung ist die regelmäßige Bewegung – nicht nur vorübergehend, sondern für konstant. Am besten geeignet sind Ausdauersportarten wie zum Beispiel Schwimmen.

Adipositas: Kinder frühzeitig schützen

Leider haben zahlreiche Studien zum Thema Übergewicht sowie Adipositas auch gezeigt, dass vorbeugende Maßnahmen bei Erwachsenen relativ wenig fruchten. Mehr Effekt haben sie bei Kindern, besonders wenn die Eltern die Lebensumstellung mittragen.

Die ersten Lebensjahre sind oft prägend – auch was Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung betrifft. Letztlich muss Prävention gegen Übergewicht und Adipositas also in der Kindheit beginnen. Wichtig ist es deshalb auch, dass Kinderärzte aufklärend tätig sind sowie dass Kindergärten und Schulen bei den Themen Ernährung und Bewegung mit einbezogen werden.

Adipositas: Übergewicht trotz Diät

Natürlich ist es das Beste, das Normalgewicht zu erreichen und zu halten. Nicht geeignet sind dafür Diäten, die schnelles Abnehmen versprechen. Selbst wenn sie kurzfristig funktionieren, schaden sie langfristig eher als dass sie beim Kampf gegen Übergewicht und Adipositas nutzen. Möglicherweise stören sie auch die natürliche Appetitregulation.

Weiterer unerwünschter Nebeneffekt beim kurzfristigen Abnehmen: Wie bei einem Jojo geht das Gewicht nach dem Abnehmen genauso schnell wieder rauf wie vorher runter. Gewichtsreduktion, also Abnehmen, macht nur Sinn, wenn damit gleichzeitig eine dauerhafte Änderung der Lebensgewohnheiten einher geht. Dazu gehört eine Umstellung der Ernährung entsprechend der Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) genauso wie die Änderung des Bewegungsverhaltens. Nur so lässt sich eine negative beziehungsweise ausgeglichene Energiebilanz schaffen, bei der nicht mehr Energie zugeführt als verbraucht wird.

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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