Eistee selber machen

Selbstgemachter Eistee © istockphoto, a_namenko

Viele der Inhaltstoffe von Eistee, wie beispielsweise Konservierungs- und Aromastoffe, sind typisch für Erfrischungsgetränke aus dem Supermarkt. Denn neben Limonaden, Brausegetränken und gesüßten Säften zählt auch Eistee zu den sogenannten Softdrinks. Diese zeichnen sich in der Regel durch einen hohen Gehalt an Zitronensäure aus. Zitronensäure kann bei regelmäßigem Konsum den Zahnschmelz angreifen. Zudem enthalten einige der industriell gefertigten Eistee-Produkte bis zu 90 Gramm Zucker pro Liter. Somit besteht eine erhöhte Gefahr für Karies. Überdies können diese Eistee-Produkte Auslöser für Fettleibigkeit und Diabetes sein.

Künstliche Süßstoffe erzeugen Lust auf mehr

Zwar gibt es auch zuckerfreie Eisteemarken, diese enthalten jedoch jede Menge künstliche Süßstoffe, welche stark appetitanregend sind. Beim Verzehr von solch aromatisiertem Eistee gewöhnen sich die Geschmacksnerven an die Süße, sodass der Körper schließlich nach immer mehr Eistee verlangt.

Industriell gefertigte Softdrinks sollten daher vom Ernährungsplan gestrichen werden. Anstatt Eisteemarken im Supermarkt zu kaufen, machen Sie Ihren Eistee lieber selbst. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den köstlichen Durstlöscher mit leckeren Früchten selber machen können.

Zuckerfreien Eistee selber machen

Rezept für den Eistee „Heiß auf Eis“ (für 4-6 Personen):

  • 1 l frisches Wasser
  • 12 TL schwarzen Tee
  • 3 unbehandelte Zitronen
  • 25 Eiswürfel

Und so geht es: Man nehme 1 Liter Wasser, zwölf Teelöffel schwarzen Tee, drei unbehandelte Zitronen, 25 Eiswürfel. Den Tee mit kochendem Wasser aufbrühen und drei Minuten lang ziehen lassen. Die Zitronen heiß abspülen und halbieren. Drei halbe Zitronen auspressen und den Saft mit dem Tee vermischen. Die anderen Zitronenhälften in dünne Scheiben schneiden. Süßen kann jeder nach Geschmack.

Und jetzt der Clou: Der Eistee wird "geschockt". Das heißt, um das volle Teearoma zu bewahren, werden die Eiswürfel mit heißem Tee übergossen. Der Tee wird sofort kalt und schmeckt herrlich erfrischend.

Der Vorteil von selbstgemachtem Eistee ohne Zucker: er hat kaum Kalorien und bietet sich daher als optimaler Flüssigkeitslieferant im Sommer.

Koffeingehalt von Eistee

Konventioneller Eistee wird häufig mit den Extrakten aus schwarzem Tee angereichert und enthält somit reichlich Koffein. Zwar ist der Koffeingehalt im Eistee nicht ganz so hoch wie in anderen koffeinhaltigen Getränken, dennoch sollten Kinder auf gesündere Durstlöscher wie Mineralwasser oder selbstgemachten Eistee zurückgreifen können.

Für die Zubereitung eignet sich hierfür zum Beispiel Früchtetee; Früchtetee schmeckt süß, aber ist zuckerfrei und enthält auch kein Koffein. Außerdem lässt sich der Eistee mit Früchten der Saison wie Erdbeeren, Pfirsichen oder auch Kirschen nach Belieben auffüllen.

Wer auf den klassisch-herben Geschmack von Eistee nicht verzichten möchte, der kann anstatt schwarzem Tee auch Kräutertee nehmen. Auch grüner Tee eignet sich hervorragend für köstliche Eistee-Kreationen. Mit Minzblättern und Zitrusfrüchten verfeinert erhält er eine besonders erfrischende Note.

Aktualisiert: 29.07.2016 – Autor: Deutscher Teeverband e.V., Miriam Erb

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