Wassereis: eine kalorienarme Erfrischung?

Selbstgemachtes Wassereis mit Früchten © pixabay, silviarita

Wie der Name bereits verrät, besteht Wassereis überwiegend aus dem Hauptbestandteil des menschlichen Körpers: Wasser. Hinzu kommen Zutaten wie Zucker, Farb- und Aromastoffe. Aufgrund des hohen Wasseranteils hat Wassereis kaum Kalorien. Besonders an heißen Sommertagen ist Wassereis als angenehme Erfrischung beliebt. Wer eine schnelle und leichte Abkühlung möchte, muss aber nicht gleich ein Eis kaufen. Aus den Früchten der Saison lässt sich Wassereis kostengünstig selbst herstellten.

Viel Geschmack bei wenig Kalorien?

Unter den industriell gefertigten Eissorten gilt Wassereis als das kalorienärmste Eis. Trotz seines relativ hohen Zuckergehalts liegt der Energiegehalt von 100 Gramm Wassereis bei gerademal 60 Kalorien (kcal). Zum Vergleich: Fruchteis enthält mehr als doppelt, Cremeeis sogar dreimal so viele Kalorien. Denn obwohl Milchspeiseeis reich an Eiweiß und Kalzium ist, zeichnet es sich vor allem durch einen hohen Fettgehalt aus.

Ohnehin wird die als gesunder Kalziumlieferant umworbene Milch in Eiscreme oft durch minderwertiges Pflanzenfett oder fettreiche Sahne ersetzt. So kommen Sahne- und Rahmeissorten auf einen Milchfettanteil von bis zu 18 Prozent. Der Verzehr von solch stark fetthaltiger Eiscreme kann Folgebeschwerden wie Sodbrennen und Übergewicht nach sich ziehen.

Trotz ihres hohen Gehalts an Wasser und Kohlehydraten ist die fettarme Süßspeise leichter verdaulich als auf Milchbasis gefertigte Eiscremesorten. Allerdings verfügt Wassereis über keinerlei Vitamine, Eiweiße oder Ballaststoffe. Wassereis ist also fett-, aber ebenso nährstoffarm. Da Wassereis lediglich einen Fettanteil von maximal drei Prozent aufweisen darf, entpuppt es sich als die scheinbar geringere Diätsünde im Vergleich zu Milchspeiseeis.

Besser nur in Maßen genießen

Der größte Anteil der Kohlehydrate in Wassereis tritt jedoch in Form von Zucker auf. Ein regelmäßiger Verzehr der süßen Abkühlung kann Karies und Übergewicht hervorrufen. Wassereis soll daher nur in Maßen genossen werden, denn es lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Damit erhöht sich die Gefahr, an Diabetes zu erkranken.

Ob Eiscreme oder Wassereis, wer Kalorien einsparen möchte, sollte beide Süßspeisen nur in Maßen genießen und sich viel bewegen. Dann kann auch ohne schlechtes Gewissen hin und wieder gesündigt werden.

Wassereis selber machen

Wer in den Genuss von selbstgemachtem Wassereis kommen möchte, kann es einfach und kostengünstig zu Hause herstellen. Der große Vorteil der eigenhändigen Zubereitung ist, dass es keiner teuren Eismaschine oder aufwendigen Rezeptur bedarf. Denn im Gegensatz zu Milcheis muss Wassereis nicht regelmäßig umgerührt werden.

Die Zubereitung von Wassereis ist unkompliziert. Um sich selbst eine leckere Süßspeise zu zaubern, benötigt man:

  • handelsübliche Eisformen mit Stiel
  • einen Gefrierschrank
  • etwas Geduld

Tipps für die Zubereitung

Erlaubt ist alles, was schmeckt. Für die Herstellung eignen sich alle milchfreien oder auf Wasserbasis gründenden Getränke wie Eistee, Tee oder Fruchtsäfte. Wer es besonders gesund mag, kann sich zum Beispiel Bio-Säfte oder Smoothies abfüllen.

Einen noch frischeren Vitaminschub liefert der Saft aus püriertem Obst. Je nach Saison lassen sich beispielsweise frischgepresste Zitrusfrüchte oder Waldbeeren mit etwas Honig, Zucker oder Süßstoff verfeinern. Der Früchtecocktail muss dann nur noch in die Gefriertruhe gestellt werden.

Hierfür gibt es handelsübliche Eisformen aus Plastik in allerlei Formen und Farben. Der meist kegel- oder zungenförmige Auffangbehälter dient dem Abfüllen des Fruchtsaftes. Nach dem Einfüllen wird die Eisform mit einem Gegenstück abgedeckt. Dieser Deckel ist mit einem Stiel versehen, an dem der gefrorene Früchtemix später haften bleibt. Es dauert etwa 24 Stunden bis das selbstgemachte Wassereis gefroren ist.

Sollte sich das Eis nicht gleich am Stiel aus der Form ziehen lassen, einfach warten, bis das Eis etwas angetaut ist. Dann lässt es sich bequem entnehmen und kann sogleich verzehrt werden.

Wassereis ist für Diabetiker ungeeignet

Fettarme und gleichzeitig zuckerreiche Süßspeisen wie Wassereis, können für Diabetiker zu einem gesundheitsgefährdenden Problem werden. Dem Wassereis fehlt der hohe Fettgehalt, wie man ihn in Milch- oder Sahneeis findet. Er sorgt dafür, dass die Zuckeraufnahme im Darm verzögert wird. Dadurch ist gewährleistet, dass der Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigt.

Bei Wassereis kann der Blutzuckerspiegel durch das fehlende Fett ungehindert in die Höhe steigen. Diabetiker sollten den Verzehr von Wassereis daher unbedingt mit ausreichend Sport ausgleichen. Im Falle einer akuten Unterzuckerung, kann Wassereis jedoch helfen, den Glukosegehalt im Blut wieder rasch auf das richtige Level zu bringen.

Aktualisiert: 19.07.2017 – Autor: Miriam Erb

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