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Diese Anti-Kälte-Kost heizt Ihnen ein!

Suppe als Anti-Kälte-Kost © Einladung_zum_Essen

Bei kaltem Winterwetter bewahrt uns in der Regel insbesondere warme Kleidung davor, zu frieren. Doch nicht immer müssen uns nur Jacke, Mütze und Schal warmhalten – es geht auch anders: Laut der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gibt es nämlich auch bestimmte Lebensmittel, die eine wärmende Wirkung haben. Wir stellen Ihnen im Folgenden die besten Kälte-Killer vor und verraten, welche Nahrungsmittel Sie im Winter eher meiden sollten. Viel Spaß mit unserer Anti-Kälte-Kost!

TCM: Wärmende Lebensmittel

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist in China sowie im gesamten asiatischen Raum weit verbreitet. Auch in Europa sind einige Methoden der TCM etabliert. Dazu gehört  beispielsweise die Akupunktur. Verfahren wie diese werden von Heilpraktikern häufig eingesetzt, sind von wissenschaftlicher Seite jedoch umstritten. 

Laut der TCM gibt es Yin- und Yang-reiche Lebensmittel. Yin-reiche Lebensmittel haben einen kühlenden Effekt und sind deshalb vor allem im Sommer beliebt. Zu ihnen gehören unter anderem Zitrusfrüchte sowie Gurken oder Tomaten. Im Winter greifen wir dagegen eher zu Yang-reichen Nahrungsmitteln, die uns von innen wärmen. 

Diese Lebensmittel wärmen von Innen

Egal, ob Fleisch, Gemüse oder Getränke: Wärmende Lebensmittel können Sie überall finden. Bei Fleisch wird vor allem roten Fleischsorten wie Schwein, Rind, Lamm oder Wild ein wärmender Effekt nachgesagt. Zu viel sollten Sie davon aber trotzdem nicht zu sich nehmen: Studien deuten nämlich darauf hin, dass ein hoher Verzehr von rotem Fleisch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Greifen Sie anstatt zu Fleisch lieber öfters zu einem Stück Fisch. Hierbei sollen die folgenden Sorten besonders wärmend sein:

  • Hering
  • Kabeljau
  • Scholle
  • Thunfisch

Bei Gemüse sind besonders Sorten wie Frühlingszwiebeln oder Lauch empfehlenswert. Daneben haben auch Winter-Gemüsesorten wie Rote Beete oder Kürbis eine wärmende Wirkung.

Bei Obst sollten Sie zu Zwetschgen, Granatäpfeln und Kumquats greifen. Darüber hinaus haben außerdem Maronen, Haselnüsse und Walnüsse einen wärmenden Effekt.

Achtung: Wer auch im Winter leicht schwitzt und unter hohem Blutdruck leidet, sollte wärmende Lebensmittel eher selten zu sich nehmen. 

Feurige Gewürze gegen die Kälte

Besonders wärmend wirken Lebensmittel, wenn Sie mit den richtigen Gewürzen angemacht werden. Bei winterlichen Temperaturen sind die folgenden Gewürze besonders empfehlenswert: 

Achtung: Für Menschen, die mit Hitzewallungen zu kämpfen haben oder Probleme mit Ihrem Blutdruck und/oder Magen haben, sind die genannten Gewürze wenn überhaupt nur in geringen Mengen geeignet.

Die richtige Zubereitung

Nicht nur das Lebensmittel an sich, sondern auch seine Zubereitung spielt laut der TCM eine wichtige Rolle. So soll ein Lebensmittel umso mehr Energie speichern können, je länger es gekocht wird. Gekochte, gebratene, gedünstete oder gebackene Speisen sind im Winter deswegen Rohkost vorzuziehen. Meist fällt diese Entscheidung sogar von selbst: Während wir im Sommer lieber zu knackigen Salaten greifen, empfinden wir im Winter Eintöpfe und Suppen als besonders angenehm. 

Wer häufig friert, sollte so oft wie möglich warme Speisen zu sich nehmen. So können Sie zum Frühstück beispielsweise anstatt eines kalten Müslis auf einen warmen Haferbrei oder zumindest auf getoastetes Brot umsteigen. Mittags können Sie dann anstatt zu Salat zu gebratenem Gemüse greifen und abends ist eine heiße Suppe oder ein warmer Eintopf empfehlenswert. 

Die richtigen Getränke wählen

Bei Getränken sorgen vor allem frisch gekochte Tees dafür, dass uns richtig warm wird. Doch Vorsicht: Auch wenn alle Tees auf den ersten Blick zu wärmen scheinen, ist dem nicht so.

Auf jeden Fall wärmend wirken Tees mit Gewürzen wie Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Kümmel, Nelken oder Zimt. Viele dieser Gewürze sind im sogenannten Yogi-Tee® enthalten.

Auch Kaffee und Rotwein sollen laut TCM wärmend wirken – beide sollten allerdings nur in Maßen genossen werden. 

Vorsicht: Kältegefahr!

Wenn Sie im Winter leicht frieren, sollten Sie Lebensmittel meiden, die einen kühlenden Effekt haben. Dies trifft unter anderem auf die folgenden Nahrungsmittel zu:

  • Südfrüchte wie Zitronen, Orangen, Ananas oder Kiwis
  • Rohkost wie Tomaten, Gurken, Eisbergsalat, Brokkoli und Blumenkohl
  • Milchprodukte wie Joghurt, Milch oder Frischkäse
  • rote, grüne und schwarze Tees sowie Kamillentee

Die richtige Balance finden

Auch wenn Ihnen im Winter ab und an kalt ist, heißt das nicht, dass Sie ganz auf kühlende Lebensmittel verzichten müssen. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Lebensmittel richtig miteinander kombinieren: Essen Sie beispielsweise abends nicht nur einen Salat, sondern fügen Sie den Salat als Beilage zu einem gebratenen Stück Fleisch oder Fisch hinzu. So können Sie leicht die richtige Balance zwischen kühlenden und wärmenden Lebensmitteln finden.

Was sonst noch hilft

Kalte Hände und kalte Füße werden in der TCM als Folge einer Energieblockade angesehen. Um diese Blockade zu lösen, können Sie einerseits zu wärmenden Lebensmitteln greifen.

Andererseits empfiehlt die TCM aber auch körperliche Aktivität, um den Energiefluss wieder in Schwung zu bringen. Gehen Sie also eine Runde raus und bewegen Sie sich – auch das sorgt für Wärme von Innen. Und wenn gar nichts mehr hilft, müssen Sie eben doch zu dicker Jacke, Winterstiefeln, Handschuhen & Co. greifen. 

Aktualisiert: 20.11.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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