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Ernährung im Winter

Kohl und Karotten als Gemüse im Winter © jackmac34

Die kalte Jahreszeit hat uns im Griff und mit ihr die Erkältungswelle. Ob und wie stark die Nase läuft, der Kopf brummt und der Reizhusten uns den Schlaf raubt, hängt auch vom Immunsystem ab. Mit unserer Ernährung können wir seine Arbeit unterstützen. Das menschliche Immunsystem schützt den Körper unter anderem vor eindringenden Bakterien, Viren und Parasiten. Doch es ist kein Einzelkämpfer, sondern unterliegt verschiedenen inneren und äußeren Einflussfaktoren.

Damit alle für die Abwehr entscheidenden Stoffwechselvorgänge ablaufen können, ist das Immunsystem auf die ausreichende Zufuhr essentieller Nährstoffe angewiesen, insbesondere Vitamine und Mineralstoffe. Essentiell bedeutet, dass der Körper sie nicht oder nicht in ausreichenden Mengen selbst herstellen kann und sie deshalb von außen zugeführt werden müssen.

Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS)

Neben den essentiellen Nährstoffen können auch einige sekundäre Pflanzenstoffe – natürliche Inhaltsstoffe von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide – immunmodulierend, also stärkend auf das Immunsystem wirken. Sie sind für unsere Gesundheit genauso wichtig wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Sekundäre Pflanzenstoffe besitzen zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften und wichtige Schutzfunktionen. So zeigen einige SPS eine antimikrobielle Wirkung, vermindern also die Zahl und Aktivität krankheitserregender Mikroorganismen. Zu den SPS zählen unter anderem die Carotinoide und Flavonoide.

Power zum Anbeißen

Gerade bei Erkältungskrankheiten kann eine Ernährung, die reich an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen ist, das Immunsystem stärken. Auch die Anfangsphase von Infektionen ist ein guter Zeitpunkt für den Einsatz der antimikrobiellen Nahrungsinhaltsstoffe. Da eine Infektion zu diesem Zeitpunkt oft nicht bewusst wahrgenommen wird, empfiehlt es sich, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten generell den meisten Platz auf unseren Tellern einzuräumen. So wird unser Körper für den Ernstfall vorbereitet.

Aktualisiert: 27.01.2017 – Autor: Verband der Österreichischen Ernährungswissenschaft/er

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