Aktuelle Ernährungstrends

Auch die Ernährung ist aktuellen Trends unterworfen. Wir haben uns für Sie schlau gemacht und einige Trends aufgeschnappt. Eines ist dabei sicher: Gesund ist in! Denn gesunde Ernährung wird immer gefragter. So liegen Vitaminbomben wie Zitronen oder Superfoods wie Hanfsamen im Trend und auch frisch gepresste Säfte gehören unbedingt auf den wöchentlichen Speiseplan. Wir haben für Sie die sieben angesagtesten Ernährungstrends zusammengetragen – viel Spaß beim Probieren!

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Gesundes Essen: Bauer trägt Gemüse © istockphoto, SuzanaMarinkovic
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Gesund ist 'in'

Die aktuellen Ernährungstrends stehen ganz im Zeichen der Gesundheit: Gesunde, vitaminreiche Lebensmittel gewinnen noch mehr an Bedeutung, als es bislang schon der Fall war. Bio-Produkte rücken weiter in den Mittelpunkt des Interesses und spielen auch in der Gastronomie eine immer wichtigere Rolle. Auch saisonale Produkte aus nachhaltigem Anbau werden immer gefragter. Gleichzeitig gewinnen auch vegetarische und vegane Lebensmittel noch stärker an Beliebtheit, denn immer mehr Menschen möchten ihren Fleischkonsum reduzieren. Nehmen Sie diesen Trend unbedingt mit: Leben Sie bewusst gesund und tun Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes!

Schwarzer Reis

Schwarzer Reis © istockphoto, Smitt
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Schwarzer Reis ist im Vergleich zu anderen Reissorten besonders nahrhaft. Er enthält viele Spurenelemente und Mineralstoffe – hier vor allem Eisen – und ist außerdem reich an Eiweiß. Zudem sollen in schwarzem Reis besonders viele Antioxidantien enthalten sein, die freie Radikale unschädlich machen.

Schwarzer Reis gehört zu den Vollkornreissorten, wird ungeschält zubereitet und hat einen leicht nussigen Geschmack. Angebaut wird er unter anderem in Thailand, Japan und China. Während schwarzer Reis vor allem als Beilage zu herzhaften Gerichten gereicht wird, kommt er in einigen Ländern auch in süßen Nachspeisen zum Einsatz: So wird diese Reisart beispielsweise auf Bali für die Zubereitung des traditionellen Black Rice Pudding verwendet.

Für einen Black Rice Pudding schwarzen Reis mit etwas geschältem Ingwer in viel Wasser kochen. Anschließend mit Palmzucker süßen und mit etwas Kokosmilch oder Kokoscreme verzieren.

Frische Säfte

Frische Säfte © istockphoto, pilipphoto
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Schon seit Jahren werden frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte immer beliebter. Dieser Trend erreicht nun seinen bisherigen Höhepunkt, denn "gesund und selbstgemacht" ist das aktuelle Motto. Die gesunden Säfte sind besonders für all diejenigen empfehlenswert, die Probleme haben, täglich fünf Portionen Obst oder Gemüse zu verzehren. Wichtig ist, dass Sie die Säfte entweder selbst auspressen oder Sie frisch in einem Saftladen kaufen. So können Sie sicherstellen, dass die Säfte nicht mit Zucker oder anderen Stoffen versetzt werden.

Hanfsamen

Hanfsamen © istockphoto, belchonock
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Hanfsamen gehören zu den heimischen Superfoods, die sich immer mehr zum Trend entwickeln. Im Müsli, Joghurt oder über den Salat gestreut, stellen die süßlich-nussigen Samen (am besten ungeschält) einen gesunden Zusatz dar. Ähnlich wie Leinsamen oder Chiasamen sind sie reich an Ballaststoffen und können so helfen, die Verdauung anzukurbeln.

Darüber hinaus enthalten Hanfsamen viele gesunde Inhaltsstoffe, beispielsweise Vitamin B1, B2 und E, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Aminosäuren und viele Proteine. Ihr hoher Gehalt an Antioxidantien und an mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann zudem helfen, das Herz-Kreislauf-System zu schützen und den Cholesterinspiegel zu senken.

Wer Hanf vor allem mit Cannabis als Droge assoziiert und beim Essen von Hanfsamen eine berauschende Nebenwirkung befürchtet, der sei beruhigt: Der Anteil an THC in handelsüblichen Hanfsamen liegt unter der gesetzlichen Grenze von 0,2 Prozent, ein Rausch durch solchen Nutzhanf ist also ausgeschlossen.

Die Samen kann man nicht nur im Ganzen kaufen, sondern auch zu Hanföl gepresst oder zu Hanfmehl gemahlen. Letzteres ist besonders interessant für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit: Da Hanfsamen glutenfrei sind, stellen sie eine gute Alternative zu Roggen oder Weizen dar.

Maulbeeren

Maulbeeren am Baum © istockphoto, syaber
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Maulbeeren schmecken nicht nur lecker, sondern ihnen wird auch eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit nachgesagt: So sollen Maulbeeren die Beschwerden bei Halsschmerzen und Heiserkeit lindern können. Da Maulbeeren über besonders viele Antioxidantien verfügen, gelten sie zudem als perfekte Anti-Aging-Frucht. Antioxidantien schalten freie Radikale aus, die das Erbgut in unseren Zellen schädigen. Durch diese Schädigung des Erbgutes können Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose oder Rheuma entstehen.

Maulbeeren ähneln von ihrem Aussehen her Brombeeren und verfügen ebenfalls über einen sehr süßen und saftigen Geschmack. Während Brombeeren allerdings auch in unseren Gefilden angebaut werden, sind Maulbeeren insbesondere in Asien und Nordamerika beheimatet. Die süßen Beeren gibt es in verschieden Farben. Am weitesten verbreitet sind weiße, rote und schwarze Maulbeeren. Sie können roh oder getrocknet verzehrt werden – frische Maulbeeren können auch zu Marmelade oder Gelee weiterverarbeitet werden.

Orientalische Küche

Orientalische Küche: Bulgur © istockphoto, -lvinst-
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Galt vor einigen Jahren noch die asiatische Küche als gesunde Abwechslung, liegt nun die orientalische Küche voll im Trend, wenn es darum geht, neue Lieblingsgerichte zu entdecken. Diese ist für unseren Gaumen zwar teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, dafür aber ähnlich gesund wie die asiatische Küche.

In der orientalischen Küche kommen insbesondere Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen, Lamm, Joghurt, Couscous, Bulgur und Minze zum Einsatz. Verfeinert werden die Speisen dann noch mit exotischen Gewürzen und aromatischen Kräutern. Zum Nachtisch gibt es süße Leckereien mit Datteln, Honig, Pistazien und Mandeln. Probieren Sie es doch einmal selbst aus!

Algen

Algen als Pulver und Tabletten © istockphoto, Kesu01
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Passend zum aktuellen Gesundheitstrend stehen Algen hoch im Kurs. Bislang vor allem als Bestandteil von Sushi bekannt, werden Algen zunehmend auch anderweitig, beispielsweise zum Verfeinern von Suppen oder Salaten, eingesetzt. Die grünen Meeresbewohner sind hervorragende Mineralstoff-Lieferanten, neben Jod enthalten sie auch größere Mengen an Zink. Daneben sind Algen außerdem aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes empfehlenswert.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Algen außerdem als Detox-Mittel. So sollen Spirulina- und Chlorella-Algen beispielsweise helfen, den Körper zu entgiften, indem sie Schadstoffe im Körper aufnehmen, die später gemeinsam mit der Alge ausgeschieden werden. Die Algen können als Kapseln, Tabletten oder als Pulver zu sich genommen werden – beispielsweise im Smoothie.

Tee-Cocktails

Tee-Cocktails © istockphoto, aberheide
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Tees haben sich mittlerweile endgültig von ihrem angestaubten Image befreit. Der Trend umfasst nicht nur Tee als Heißgetränk – Tee wird auch gerne kalt genossen. Egal, ob als erfrischender selbstgemachter Eistee oder cooler Tee-Cocktail, an Tee kommen Sie nicht vorbei. Tee-Cocktails können Sie sich in den verschiedensten Variationen ganz leicht selber zubereiten: Einfach den abgekühlten Tee mit Eis, Saft, Obst oder einem Schuss Likör verfeinern. Lassen Sie es sich schmecken!

Zitronen

Zitrone (aufgeschnitten) © monicore
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Zitronen sorgen durch ihre leuchtende Farbe nicht nur für gute Laune, sondern sind auch noch äußerst gesund: Damit passen sie prima zum aktuellen Gesundheitsmotto und dürfen daher nicht fehlen. Zitronen sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C ein beliebtes Hausmittel gegen Infekte und helfen rund ums Jahr, das Immunsystem zu stärken.

Die sauren Früchte lassen sich meist einfach in den Alltag integrieren: So können Sie Salate oder Fleischgerichte mit Zitrone verfeinern, aber auch Mineralwasser oder Tee aufpeppen. Probieren Sie es aus!

Glutenfreie Ernährung

Hirse als glutenfreie Ernährung © istockphoto, monticelllo
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Gluten ist ein Klebereiweiß, das in verschiedenen Getreidearten vorkommt. Immer mehr Menschen vertragen Gluten jedoch nicht mehr – sie leiden an Zöliakie (Glutenunvertärglichkeit). Bei dieser Erkrankung kommt es beim Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln zu einer chronischen Entzündung der Dünndarm-Schleimhaut. Die Folgen davon sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Eine glutenfreie Ernährung liegt jedoch auch für Personen, die nicht an Zöliakie leiden, im Trend. Bei dieser Ernährungsform wird in erster Linie auf Produkte, die aus Weizen, Gerste oder Roggen bestehen, verzichtet. Erlaubt sind dagegen Nahrungsmittel, die Mais, Hirse, Reis, Buchweizen, Quinoa oder Sojabohnen enthalten.

Durch den Verzicht auf Brot, Gebäck, Pasta sowie viele Fertigprodukte erfolgt die Ernährung bei dieser Form der Diät besonders bewusst. Allerdings sollte man genau darauf achten, dass der Körper weiterhin mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Wer hofft, durch eine glutenfreie Ernährung abzunehmen, sollte übrigens bedenken, dass Produkte wie Maismehl oder Reis zum Abnehmen weniger geeignet sind als Vollkornprodukte, da sie einen höheren glykämischen Index besitzen.

Aktualisiert: 06.05.2021 - Autoren: Kathrin Mehner, Medizinredakteurin | Silke Hamann, Medizinredakteurin