Tipps für stressfreies Lernen

Studenten lernen in einer Bibliothek © istockphoto, Klubovy

Realistische Ziele festlegen

Buchhaltung ist nicht jedermanns Sache – muss man die Klausur also unbedingt mit einer 1,0 bestehen? Wohl kaum. "Wer seine Möglichkeiten realistisch einschätzt und sich konkrete Ziele steckt, schützt sich vor überzogenen Ansprüchen", erklärt DAK-Experte Frank Meiners. Denn unrealistische Erwartungen setzen stärker unter Druck als nötig. Die Folge: Am Ende schafft man nicht einmal mehr das normale Pensum. Also lieber mit dem olympischen Gedanken in die Klausur gehen – das verringert den Stress, und weniger Stress bedeutet weniger Stress-Essen.

Bewegung baut Stress ab

Auch wenn es auf den ersten Blick nichts mit dem Essen zu tun hat: Zwischendurch immer wieder aufstehen, um den Block laufen und frische Luft schnappen. Das bringt den Kreislauf in Schwung und macht den Kopf frei. Zudem lässt die Anspannung nach und die Lust aufs Essen sinkt. Denn: "Wer läuft, baut direkt Stresshormone ab – der Heißhunger verschwindet", weiß DAK-Diplom-Psychologe Meiners. Wer danach wirklich Hunger hat, darf sich natürlich etwas Bekömmliches gönnen.

Pausen aktiv nutzen

"Gerade in Zeiten geistiger Belastung ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren", erläutert Frank Meiners. Beim Lernen gibt es ohnehin immer wieder scheinbar unproduktive Phasen: Der Kopf ist voll, die Augen schmerzen. Diese Momente lassen sich aktiv zur Entspannung nutzen. Ein fesselnder Film oder ein ausgiebiges Vollbad lenken den Geist kurzzeitig auf etwas völlig anderes. Dadurch sinkt die Stresskurve, die Lust auf süße Belohnungen nimmt ab und man ist erfrischt für die nächste Runde im Lernalltag.

Trinken, trinken, trinken

Beim Lernen sollte man viel Flüssigkeit zu sich nehmen. "Zwei Liter am Tag, am Besten Wasser oder Saftschorlen, schützen vor Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche", sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners. Und: Wasser hält den Drang nach Essen in Schach, weil es den Magen füllt. "Am Besten ist es, wenn man sich immer eine gefüllte Flasche in Griffnähe stellt, dann vergisst man das Trinken nicht", rät Meiners. Und falls doch, lässt sich der PC-Kalender so einstellen, dass er alle 15 Minuten ans Trinken erinnert.

Bannzone für Zucker & Co

Wen nun trotzdem noch eine Heißhungerattacke überkommt, der sollte vorbereitet sein: "Auch wenn es schwer fällt: Süßigkeiten auf dem Schreibtisch sind absolut tabu", sagt der DAK-Experte Meiners. Ideal: Wer nichts Verlockendes im Haus hat, kommt gar nicht erst in Versuchung. Also einfach Bestellkarten vom Pizzadienst und Schokoladenvorräte aus der Reichweite verbannen und durch Joghurt, Früchte und Vollkornbrot ersetzen. Nüsse liefern übrigens jede Menge Energie und steigern die geistige Leistungsfähigkeit. Nicht umsonst bilden die Vitalstoff-Bomben die Basis des berühmten "Studentenfutters" und sind bestens als gesundes Naschvergnügen in Stresszeiten geeignet.

Aktualisiert: 11.01.2017 – Autor: DAK

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