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Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes

Schwangere Frau beim Essen © istockphoto, GlobalStock

Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist wie es die Bezeichnung schon sagt, Diabetes, der nur in der Schwangerschaft auftritt. Er verschwindet meist mit der Geburt des Kindes. Trotzdem muss er berücksichtigt werden und kann durch bewusste und gesunde Ernährung gut bewältigt werden. Oftmals reicht sogar eine Umstellung der Ernährung aus, Diabetes während der Schwangerschaft zu beheben.

Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen

Für jede werdende Mutter und vor allem jedes Kind ist eine gesunde ausgewogene Ernährung die Grundvoraussetzung. Übergewicht und eine ungesunde einseitige Ernährung sind die häufigsten Ursachen für Schwangerschaftsdiabetes. Daher sollten diese Faktoren möglichst schon im Vorfeld ausgeschlossen werden. Da spielen Bewegung, sportliche Aktivitäten und die gesunde ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung die entscheidende Rolle.

In der Schwangerschaft sind sportliche Aktivitäten mitunter nur eingeschränkt möglich. Ein Spaziergang an der frischen Luft von mindestens einer Stunde pro Tag sorgt für ein gutes gesundes Gefühl für Mutter und Kind. Fangen Sie am besten schon vor der Schwangerschaft mit der gesunden Umstellung Ihrer Ernährung an und beugen Sie rechtzeitig Schwangerschaftsdiabetes vor.

Das mit jeder Schwangerschaft assoziierte "Essen für zwei" ist schlichtweg falsch. In der ersten Schwangerschaftshälfte ist der Energiebedarf nicht erhöht, in der zweiten Schwangerschaftshälfte lediglich um 100-300 kcal. Hören Sie daher auf die Signale Ihres Körpers und auf das Sättigungsgefühl während des Essens. Sobald die Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert ist, sollten Sie sich auch in Punkto Ernährung individuell und auf Ihre Blutzuckerwerte abgestimmt beraten lassen.

Gesund essen bei Diabetes in der Schwangerschaft

Der Verzicht auf Zucker ist ein bekanntes Kriterium bei Diabetes. Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte und Lebensmittel im Supermarkt, die "für Diabetiker geeignet" sind. Doch Vorsicht, Zucker wird bei diesen Produkten zwar durch Zuckerersatzstoffe, wie Fructose, ersetzt, der Anteil an Kalorien und Fett ist jedoch erhöht. Die bessere und gesunde Alternative bieten Obst, mit Ausnahme von Weintrauben und überreifen, süßen Früchten sowie Gemüse oder Vollkornprodukte.

Vermeiden Sie bei Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) grundsätzlich jegliche Art von Zucker, wie zum Beispiel Süßspeisen, Schokolade, Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke. Süßen Sie, wenn überhaupt, mit Süßstoff.

Die richtigen Nährstoffe bei Schwangerschaftsdiabetes

Um der Calciumzufuhr gerecht zu werden, brauchen Mutter und Kind Milchprodukte - jedoch in Maßen und bevorzugt fettarme Produkte.

Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Vollkornbrot, haben viele Vorteile. Sie werden langsamer verdaut, sorgen so für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und bewirken einen verzögerten Anstieg des Blutzuckerspiegels. Zudem beugen sie die in der Schwangerschaft typischen Verstopfungen vor.

Tipps zum richtigen Trinken

Trinken ist wichtig, doch auch hier gilt: Keine zuckerhaltigen, alkohol-, koffein- oder kalorienreichen Getränke. Diverse Teesorten und Fruchtsäfte sorgen neben Wasser für eine gesunde Abwechslung. Tierische Fette sollten möglichst durch mehrfach ungesättigte Fette pflanzlichen Ursprungs weitgehend ersetzt werden.

Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes in Kürze

  • Hören Sie auf die Signale des Körpers
  • Essen Sie nur so viel bis Sie satt sind
  • Täglich frisches Obst und Gemüse essen
  • Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen
  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, die enthalten wertvolle Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe
  • Kräuter bringen geschmackliche Abwechslung in die Ernährung
  • Setzen Sie tierische Fette und Fleisch nur sparsam ein

Aktualisiert: 08.12.2016 – Autor: Astrid Vogel

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