Rund ums Ei

Eier © rawpixel

Eier sind in Deutschland ein beliebtes Lebensmittel: Im Durchschnitt isst jeder Deutsche etwa 215 Eier pro Jahr. Hochsaison haben die Eier natürlich an Ostern - schon seit Jahrhunderten werden Eier zum Osterfest bunt bemalt oder kunstvoll verziert. Doch wie erkennt man, woher das Ei kommt, welche Qualität es aufweist oder ob es frisch ist? Neben den Antworten auf diese Fragen geben wir auch Tipps zur Aufbewahrung von Eiern.

Woher kommt das Ei?

Schon beim Einkauf empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die Eier frisch sind. Bei einem aufgedruckten Legedatum ist die Beurteilung einfach. Ist stattdessen das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben, ziehen Sie von diesem einfach 28 Tage ab - dann haben Sie wieder das Legedatum. Woher ein Ei kommt, können Sie am Erzeugercode erkennen, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Die erste Nummer gibt an, wie die Hühner gehalten wurden:

  • 0 steht für Öko
  • 1 für Freilandhaltung
  • 2 für Bodenhaltung
  • 3 für Käfighaltung

Dann folgt die Abkürzung für das Erzeugerland. DE steht dabei für Deutschland. Die nächsten Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an. Achten Sie beim Kauf von Eiern jedoch nicht nur auf das gestempelte Datum, sondern auch auf Dellen und Risse. Denn sind die Eier beschädigt, haben es Salmonellen und andere Bakterien leichter, "Unterschlupf" zu finden. Die Handelsklasse gibt Auskunft über das Gewicht: Eier mit weniger als 53 g tragen ein S, M bedeutet 53–63 g, L 63–73 g und XL steht für Eier über 73 g.

Frisch oder nicht?

Schon Großmutter kannte den kleinen Trick, um frische Eier von alten zu unterscheiden, die Wasserglasmethode: In einem Glas mit Wasser schwimmen alte Eier nach oben, frische Eier sinken zu Boden. Warum? Je älter ein Ei ist, desto größer wird seine Luftkammer, da das enthaltene Wasser nach und nach durch die Schale verdunstet. Liegt ihr Ei also flach am Boden, hat es gerade das Licht der Welt erblickt, hebt es seine Spitze leicht an, ist es erst wenige Tage alt. Schafft es das Ei, sich senkrecht in der Schwebe zu halten, ist es 2–3 Wochen alt. Sobald es schwimmt oder gar seinen "Popo" aus dem Wasser streckt, sollten Sie es nicht mehr essen. Aber auch beim Aufschlagen auf einen Teller können Sie erkennen, wie frisch ein Ei ist. Beim frischen Ei ist der Dotter hochgewölbt und das Eiklar deutlich in zwei Zonen geteilt. Fließen Eiweiß und Dotter zusammen, ist das Ei nicht mehr genießbar.

Eier richtig aufbewahren

Frische Eier dürfen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, da sie noch Abwehrstoffe gegen Keime besitzen. Spätestens nach 2,5 Wochen sollten sie jedoch in den Kühlschrank wandern. Für Speisen mit rohen oder nur kurz zubereiteten Eiern (Süßspeisen, Spiegelei), sollten die Eier nicht älter als 18 Tage sein. Danach sollten Sie durch und durch erhitzt werden, eignen sich also bis etwa zur 6. Woche zum Beispiel noch fürs Kuchenbacken. Rohei-Speisen halten sich maximal 24 Stunden im Kühlschrank, gekochte Eier halten etwa zwei Wochen lang.

Aktualisiert: 02.04.2014 – Autor: Dagmar Reiche

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