Fußball-EM 2016: Gefahr für die schlanke Linie

Bier und Snacks zum Fußball © istockphoto, Blackregis

Hat Sie auch das EM-Fieber gepackt? Sitzen Sie regelmäßig mit Freunden am Fernseher und verfolgen Sie die Spiele ihrer Favoriten? Das Problem dabei: Beim Sitzen vor dem Fernsehen werden kaum Kalorien verbraucht und die Angewohnheit, zwischendurch noch kalorienreiche Nahrungsmittel wie Chips zu essen, ist ein echtes Problem. Denn wer bei den Spielen "nur" eine Flasche Bier trinkt, eine halbe Tüte Kartoffelchips und ein Frikadellenbrötchen täglich verzehrt, kann nach der EM drei bis vier Kilogramm mehr auf die Waage bringen, so die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

Bewegungsmangel und falsche Essgewohnheiten

Während die Fußballer auf dem Fußballfeld schwitzen, sitzen die Zuschauer mehr oder weniger inaktiv vor dem Fernseher. Langes, häufiges Fernsehen schlägt nachhaltig zu B(a)uche. Der Mangel an körperlicher Bewegung auf der einen Seite sowie reichhaltiges Essen und Trinken auf der anderen Seite, bewirken ein Ansteigen des Gewichts. Zusätzlich fördert stundenlanges Fernsehen die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Denken Sie auch daran, dass Kinder von den Erwachsenen lernen und gerade Kinder sollten sich viel bewegen, damit kein Übergewicht entsteht. Bewegungsmangel und falsche Essgewohnheiten sind die beiden Hauptursachen für Übergewicht im Kindesalter und prägende Faktoren für Gesundheitsschäden im Erwachsenenalter.

Top 6 der Fußball-Snack-Liste:  
1 Flasche Bier (0,33 Liter) 140 k
1 Tüte Kartoffelchips (150 g) 800 k
1 Frikadellen-Brötchen 440 k
1 Dose Erdnüsse (100 g) 580 k
1 Portion Pommes, Bratwurst, Soße 890 k
1 Pizza (500 g) 1500 k

Tipps um die EM gesund zu erleben!

Machen Sie auch selber Sport, statt nur Sport machen zu lassen - denn Sport und Bewegung bringen Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung. Also nach dem Spiel den Fernseher ausschalten und einen flotten Spaziergang machen, sei es allein, zusammen mit der Familie oder guten Freunden. Das stärkt Kreislauf und Muskeln und hat positive Auswirkungen auf Körper und Seele.

Gut ist, drei Mal wöchentlich etwa 30 Minuten Bewegung zu haben. Das Wichtigste dabei ist eine Regelmäßigkeit. Ihr Vorteil: körperliche Gesundheit, eine stabilere Psyche, mehr Selbstbewusstsein.

Bewegung und Sport sind wichtig

Aktive, wenig fernsehschauende Männer hatten einer Studie zufolge einen um 1,44 kg/m² niedrigeren BMI als ihre inaktiven und fernsehe schauenden Mitteilnehmer. Auch in Bezug auf den Blutdruck ergaben sich ähnliche Auswirkungen. Jede Stunde zügiges Gehen (Walking) pro Tag reduzierte das Risiko für Übergewicht um 24 Prozent und das Diabetesrisiko um 34 Prozent.

Kalorienverbrauch beim Sport:    
Treppensteigen 10 Minuten 83 kc
Spazierengehen 60 Minuten 190 kc
Fahrrad fahren 60 Minuten 360 kc
Jogging 60 Minuten 480 kc
Schwimmen 30 Minuten 300 kc

Gesund essen und trinken

Bei den jetzt herrschenden sommerlichen Temperaturen sollten auch die Fernseh-Zuschauer reichlich Trinken. Bei Durst sind ungesüßter Kräutertee, süßstoffgesüßte Lightgetränke oder Mineralwasser gut geeignet; notfalls auch mal ein alkoholfreies Bier. Als Fußball-Snacks sind rohes Gemüse und Obst ideal. Äpfel, Trauben, Bananen, Orangen oder Paprika, Tomaten, Radieschen, Gurken sind gesund und der schlanken Linie zuträglich. Auch Joghurt, Fruchtjoghurt oder Buttermilch sind gute Durst- und Hungerstiller für zwischendurch.

Knabbern Sie statt Chips doch mal Sonnenblumen- oder Kürbis-Kerne. Sie liefern Eisen und Magnesium und sind gut gegen den Stress bei einem Fußball-Krimi. Wenn Sie es gern süß haben, dann kauen Sie einfach Trockenfrüchte: Datteln, Feigen, Apfelringe oder Dörrpflaumen liefern ebenfalls reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente. Essen Sie langsam und kauen Sie mit Genuss. Denn je schneller sie essen, desto größer ist die verzehrte Menge.

All dies beugt einer Gewichtszunahme vor und belastet den Stoffwechsel nicht. So können Sie die Fußball-Europameisterschaft mit Lust und Genuss erleben.

Aktualisiert: 22.06.2016 – Autor: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V

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