Gesundheitliche Bewertung von Tee

Gesunder Tee © rawpixel

Tee erfreut sich als Getränk immer größerer Beliebtheit. Nicht nur aufgrund des Genusses durch den Duft und das Aroma tut man sich mit einer Tasse Tee etwas Gutes. Auch unsere Gesundheit profitiert von den positiven Eigenschaften der Teeblätter. Dies belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, in denen die Wirkungen der verschiedenen Substanzen im Tee auf unseren Organismus erforscht wurden. Neben den primär geruchs- und geschmacksgebenden Aromastoffen wie ätherische Öle und Theanin, sind einige spezielle Wirkstoffe im Tee enthalten, denen sogar die Vorbeugung verschiedener Erkrankungen zugesprochen wird. Besonders hervorzuheben sind hier die Polyphenole. Weitere wichtige Inhaltsstoffe im Tee sind Fluorid, das den Zahnschmelz stärkt und Karies vorbeugt, und Mangan, welches an der Knochensubstanzbildung beteiligt ist

Polyphenole – Schutz vor Radikalen

Die Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie besitzen eine starke antioxidative Wirkung, d. h. sie können freie Radikale abfangen, die durch Oxidation zu Zellschädigungen in unserem Organismus führen. Aufgrund des hohen antioxidativen Potentials wird den Polyphenolen ein schützender Effekt im Hinblick auf zahlreiche degenerative Erkrankungen wie beispielsweise Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen zugesprochen.

Info "freie Radikale": In unserem Körper entstehen durch Rauchen, starke UV-Strahlung, aber auch durch ganz normale Stoffwechselvorgänge in größerem Maße Sauerstoffradikale. Diese rufen im Körper den so genannten "oxidativen Stress" hervor, der zur Schädigung zahlreicher Zellstrukturen wie Zellmembranen, Proteine und Enzyme führt, und sogar Veränderungen am Erbgut auslösen kann. Zur Abwehr der Radikale dienen "Antioxidantien", die schon in sehr niedrigen Konzentrationen den Organismus vor unerwünschten oxidativen Schäden schützen. Hierzu gehören die Polyphenole aus dem Tee. Weitere bekannte Vertreter sind Vitamin C, E, Beta-Carotin und Selen.

Aktualisiert: 27.09.2018 – Autor: Dr. rer. med. Angela Jordan (Diplom-Oecotrophologin)

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