Schwarzer Tee, grüner Tee – Gesunder Inhalt

Gesunder Inhalt

Ob schwarz, weiß oder grün: Gesund sind alle Teearten, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. So hat etwa eine neue, gemeinsame Studie spanischer und britischer Biologen ergeben, dass grüner Tee das Wachstum von Krebszellen bremsen kann.

Enzyme

Einer der Hauptinhaltsstoffe von grünem Tee, Epigallocatechin-Gallat, kurz EGCG, bindet ein Enzym, das die Krebszellen für ihre Vermehrung brauchen, und hindert sie so daran, sich auszubreiten.

Zum gleichen Ergebnis kamen im vergangenen Jahr Forscher der japanischen Kyushu-Universität. Eine tumorhemmende Konzentration von EGCG kann ihren Studien zufolge bereits durch zwei, drei Tassen Tee pro Tag erreicht werden.

Vitamine

Schwarzer Tee dagegen killt Plaque-Bakterien auf Zähnen. Außerdem enthalten sowohl grüner als auch schwarzer Tee viel Fluorid, das die Zähne härtet, sowie Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Zink. Speziell im Grüntee finden sich auch die Vitamine B1, B2 und C.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Noch höhere Konzentrationen als bei den Vitaminen weisen beide Teearten bei den Polyphenolen auf: sekundäre Pflanzenstoffe, die auch in Obst, Schokolade und Rotwein vorkommen. Diese natürlichen Inhaltsstoffe der Teepflanze stärken das körpereigene Abwehrsystem. Sie schützen die Zellen und Gefäße, indem sie zerstörerische freie Radikale abfangen.

Welche und wie viele Polyphenole in der Tasse stecken, hängt von Sorte und Verarbeitung des Tees ab: Während der Fermentation werden die pflanzlichen Substanzen teilweise umgebaut. Sie sind im schwarzen Tee ebenso wirksam wie im unfermentierten grünen. So stecken in Schwarztee Theaflavine, im Grüntee mehr Flavonoide, beides Untergruppen der Polyphenole.

Auch im Beutel steckt Gutes

Um das Teeregal im Supermarkt machen Teepuristen einen großen Bogen, zumal dort in der Regel nur Beuteltee steht. Dabei sind die Beutel nicht schlechter als lose Blätter. Es handelt sich dabei keineswegs um Abfall, sondern entweder um die feinste Aussiebung oder um extra fürs Tütchen klein gehackte Blätter. Beuteltee ist ergiebiger und kommt mit kürzeren Ziehzeiten aus, Qualität und Inhaltsstoffe sind oft dieselben.

Aber: Es geht eben auch um die Zeremonie. Das Zubereiten des edlen Getränks bedeutet, einen Moment innezuhalten im Tagesgeschäft und gibt dem Genießer das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun.

Anhaltend anregend

Dass Tee, wie auch Kaffee, aufgrund ihres Koffeingehaltes Flüssigkeitsräuber seien, gilt inzwischen als überholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung etwa hält Tee und Kaffee für völlig geeignet, um den Durst zu löschen, es sollten nur nicht mehr als vier, fünf Tassen am Tag sein.

Früher wurde das im Tee enthaltene Koffein zur vermeintlichen Unterscheidung "Teein" genannt, aber chemisch ist es der gleiche Stoff wie der im Kaffee. Aufgrund der Gerbstoffe im Tee wirkt er aber langsamer und die anregende Wirkung hält länger an.

In Verbindung mit Kaffee wird Koffein sofort im Magen freigesetzt und gelangt entsprechend schnell ins Blut – wird aber auch sehr schnell wieder abgebaut. Außerdem bleibt die aufputschende Wirkung bei Tee aus, weil er einfach weniger Koffein enthält: Schwarztee ungefähr halb soviel wie Kaffee, Grüntee noch weniger.

Aktualisiert: 06.11.2017

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