Krankes Kind - Was tun?

Vater hält krankes Kind © rawpixel (Symbolfoto)

Bieten Sie dem fiebernden Kind zunächst reichlich zu trinken an: Tee, Säfte und Wasser, am besten kühl (nicht eiskalt!). Je jünger das Kind ist, umso größer ist der Durst. Besonders Säuglinge haben, bezogen auf ihre Körperoberfläche, einen hohen Flüssigkeitsbedarf. In der Wohnung genügt für ein fieberndes Kind normalerweise ein dünner Schlafanzug oder T-Shirt und eine kurze Hose. Im Bett sollte eine leichte Decke liegen. Sind die Beine warm, können Sie Wadenwickel machen.

Ab wann fiebersenkende Medikamente?

Steigt das Fieber trotzdem weiter, können Sie bei Temperaturen über 39,0 °C auch kindgerechte fiebersenkende Medikamente geben. Je nach Lebensalter und Körpergewicht gibt es Zäpfchen oder Fiebersäfte. Kontrollieren Sie, ob das Kind durch Ihre fiebersenkenden Maßnahmen entfiebert. Nach etwa sechs Stunden darf die Medikation bei Bedarf wiederholt werden.

Wann sollte das Kind doch dem Kinderarzt vorgestellt werden?

Bei Erkältungszeichen, wie leichtem Husten (ohne Atemnot) und Schnupfen, breiigem Stuhl oder Fieber, wobei das Kind aber trotzdem vergnügt ist und Appetit hat, können Sie meist bis zum nächsten Tag abwarten. Oftmals sind die Krankheitszeichen dann vorbei oder schwächer.

Sofort zum Arzt heißt es, wenn ein Säugling mehr als nur leichtes Fieber hat: Unter sechs Monaten schon ab 38,0 °C (im Po gemessen), beim älteren Säugling ab 38,5 °C. Das gilt ebenfalls, wenn sein Verhalten Ihnen "nicht geheuer" ist, Ihr Baby Krankheitsanzeichen hat, die Sie sich nicht erklären können, zum Beispiel einen Ausschlag oder entzündete Augen, oder wenn das Kind mehr als eine Mahlzeit verschläft oder apathisch wirkt. Bei länger anhaltendem wässrigem Durchfall, mehrmaligem Erbrechen und hohem Fieber mit Atemnot (oder pfeifendem Atemgeräusch) sollten Sie so rasch wie möglich in die nächste Kinderklinik fahren.

Grundsätzlich gilt: In allen Zweifelsfällen, auch wenn Sie sich unsicher fühlen, sollten Sie "auf Nummer sicher" gehen und einen Arzt konsultieren.

Aktualisiert: 15.03.2018 – Autor: pgk

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