Entwicklung des Babys in den ersten drei Lebensmonaten

Entwicklung eines Babys © rawpixel

Ein Baby kommt auf die Welt. Für die Eltern beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, der sehr viel Freude bringt und gleichzeitig mit vielen Anstrengungen verbunden ist. Insbesondere beim ersten Kind sind viele Eltern sehr verunsichert, ob sie alles richtig machen und ob sich ihr Kind normal entwickelt. Ein wichtiger Anhaltspunkt für das gesunde Wachsen und Gedeihen des Babys ist das Gewicht. Im Schnitt wiegen Säuglinge nach der Geburt zwischen 2.800 und 4.200 Gramm. Viele Eltern erschrecken, wenn ihr Baby in seinen ersten zwei bis drei Lebenswochen Gewicht verliert anstatt zuzunehmen. Dies ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, sondern völlig normal. 10 bis 15 Prozent ihres Geburtsgewichtes verlieren Neugeborene in diesem Zeitraum, weil sie über Urin und Stuhlgang Flüssigkeit ausscheiden, jedoch noch verhältnismäßig wenig Nahrung zu sich nehmen. Im Mutterleib hat das Baby genügend Energiereserven angelegt, um diese "Hungerphase" zu bewältigen.

Säuglinge wachsen und lernen jeden Tag

Spätestens nach drei Wochen sollte das Geburtsgewicht wieder erreicht sein. Danach geht es mit dem Gewicht rasch aufwärts: In den ersten drei Lebensmonaten verdoppelt es sich - der typische Babyspeck wird angelegt. Nach der Geburt beträgt der Körperfettanteil nur 10 Prozent, nach vier Monaten sind es bereits 40 Prozent. Diese Fettreserven sind wichtig, denn Babys zehren davon, zum Beispiel wenn die ersten Infektionskrankheiten auftreten.

Der erste Monat: Schlafen und Reflexe

Im ersten Lebensmonat ist das Neugeborene hauptsächlich damit beschäftigt, sich an das Leben außerhalb des Mutterleibes zu gewöhnen. Es kann noch nicht besonders gut schlafen, da es sich erst an den Schlaf-Wachrhythmus gewöhnen muss. Im Schnitt schlafen Babys im ersten Monat trotzdem zwanzig Stunden pro Tag. Diese lange Schlafzeit ist für sie ein Selbstschutz, damit sie nicht von den vielen neuen Einflüssen überwältigt werden.

In den wachen Phasen sind Neugeborene bereits erstaunlich aktiv. Sie besitzen von Geburt an eine Reihe von Reflexen, die ihnen das Eingewöhnen in die neue Umgebung erleichtert. Einige dieser Reflexe wie der Such- oder der Umklammerungsreflex verschwinden nach einigen Monaten, weil sie unwichtig werden.

Viele der unwillkürlichen Reflexbewegungen werden später von den Kleinen bewusst selbst gesteuert. Spielzeug ist in diesem Lebensabschnitt noch nicht nötig - das liebste "Spielzeug" der Babys ist das Gesicht der Eltern. Die neuen Sinneseindrücke, das heißt Farben, Geräusche, Stimmen und Gerüche sind Anregung genug für die kleinen Erdenbürger.

Der zweite und dritte Monat: Lächeln und erstes Spielzeug

Im zweiten und dritten Lebensmonat schlafen Säuglinge nur noch rund 15 Stunden pro Tag. Es zeigen sich erste Ansätze eines Tag-Nacht-Rhythmus, jedoch dauern die Durchschlafphasen meist nicht länger als fünf Stunden. Weinen ist die wichtigste Art für Babys, sich mitzuteilen. Eltern finden meist relativ rasch heraus, welche unterschiedlichen Bedürfnisse Säuglinge mit ihrem Weinen ausdrücken möchten. Irgendwann in diesen ersten Monaten wird das Baby seine Eltern das erste Mal bewusst anlächeln. Für wenige Sekunden kann es seinen Kopf heben, wenn es auf dem Bauch liegt. In dieser Lage stützt es sich auch auf die angezogenen Knie und macht Kriechbewegungen.

Im zweiten Lebensmonat sind die Hände meist zu Fäusten geschlossen und das Baby umklammert alles, was man ihm gibt. Es strampelt, spielt mit seinen Fingern und beginnt, seine Füße zu entdecken. Die Eltern können nun auch gut im Gesicht ihres Nachwuchses seine Bedürfnisse und Stimmungen ablesen. Im dritten Lebensmonat wird die Körperhaltung des Babys entspannter. Die Hände sind nun häufiger geöffnet und Arme und Beine werden gestreckt. Jetzt haben die kleinen auch Spaß an ihrem ersten Spielzeug. Dafür eignen sich Rasseln, Beißringe oder weiche, waschbare (Frottee-)Tierchen.

Fazit

Die ersten drei Lebensmonate des Säuglings sind also eine Zeit, in der sich zum einen die Eltern mit ihrem Nachwuchs vertraut machen und sich die Säuglinge zum anderen an das Leben außerhalb des Mutterleibes gewöhnen.

Aktualisiert: 10.01.2013 – Autor: dgk

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