Planschen? Aber sicher! Tipps für sicheres Baden

Wenn die Sonne scheint, gibt es für kleine Kinder nichts Schöneres als Planschen nach Herzenslust. Für die Eltern ist mit dem Badespaß im heimischen Mini-Pool jedoch erhöhte Aufmerksamkeit verbunden. So schön Wasserspiele im Planschbecken sind, so gibt es doch einige Fallstricke. Für ungetrübten Badespaß sind vor allem zwei Dinge zu beachten: erstens in der Nähe der Kleinen bleiben und beim Baden beobachten, zweitens für klare Wasserverhältnisse sorgen.

Aufsicht beim Baden unerlässlich

Im Planschbecken sollten kleine Kinder immer beaufsichtigt werden. Selbst bei niedrigem Wasserstand besteht die Gefahr des Ertrinkens. Um das Becken herum ist es oft glatt, sodass die Rabauken beim Toben leicht ausrutschen und ins Wasser fallen können. Besonders gefährlich ist das bei kleinen Kindern: Bei ihnen liegt der Körperschwerpunkt sehr hoch, sie fallen häufig auf den Kopf, tauchen schnell unter und schaffen es im schlimmsten Fall nicht mehr aus eigener Kraft aufzutauchen.

In größeren Planschbecken sollten kleine Kinder deshalb Schwimmflügel mit jeweils zwei Luftkammern tragen – doch auch diese bieten keine hundertprozentige Sicherheit. Von Schwimmreifen wird eher abgeraten, zumindest bei Kindern die noch nicht schwimme können, da die Kleinen leicht durch sie hindurch rutschen können. Es empfiehlt sich, die Sprösslinge erst ins Planschbecken lassen, wenn sie laufen können.

Unangenehme Badegäste

Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall verleiden manchmal nachträglich den Schwimmspaß im Planschbecken. Schuld daran sind Keime im Wasser, die sich bei sommerlichen Temperaturen geradezu explosionsartig vermehren. Beste Bedingungen finden sie dabei in Mini-Becken, in denen das Wasser tagelang steht.

Am häufigsten tritt der Fäkalkeim "Escheria coli" auf – auch bei sehr reinlicher Körperpflege ist nicht zu vermeiden, dass er ins Wasser gelangt. Ebenfalls ein Problem: Pilzinfektionen und Warzenerreger im Badewasser.

Um die Keime zu bekämpfen, sollten die Planschbeckenbesitzer das Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln. Bei sommerlichen Temperaturen und vielen badefreudigen Besuchern ist sogar der tägliche Austausch des Wassers auch von größeren Planschbecken zu befürworten. Oder direkt ein Filter- und Umwälzsystem zu bevorzugen.

Sicherheits-Tipps rund ums Wasser

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. gibt folgende Hinweise, damit der Badespaß auch lustig bleibt:

  • Lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt baden. Selbst im Planschbecken können sie ertrinken! Sorgen Sie für Rutschsicherheit.
  • Auch im knietiefen Planschbecken sollten Sie kleineren Kindern die Nutzung immer nur unter Aufsicht gestatten.
  • Bottiche und Regentonnen können gefährlich werden. Sie sollten mit abschließbaren Deckeln gesichert sein.
  • Schwimmbecken und Gartenteiche sollten durch Schutzgitter gesichert werden. Am besten eignet sich die Einfriedung durch Zäune mit absperrbaren Zugängen. Bloße Abdeckungen reichen nicht aus, da Kinder darunter geraten und ertrinken können.
  • Gefahrenquellen befinden sich nicht immer nur auf dem eigenen Grundstück. Der Bach dahinter oder der Fischteich des Nachbarn wirken wie ein Magnet auf Kinder. Stellen Sie sicher, dass kein unbeaufsichtigter Zugang möglich ist.
  • Wer sein Kind frühzeitig Schritt für Schritt ans Wasser gewöhnt und ihm im Alter von etwa vier Jahren das Schwimmen beibringt, trägt zur Unfallverhütung bei.

Aktualisiert: 31.08.2016 – Autor: Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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