Schlaf, Kindchen, schlaf: Tipps zum Einschlafen von Baby und Kleinkind

Schlafendes Baby © sykphotoandvideo

Sicher eines der beliebtesten Themen unter Eltern von Säuglingen, aber auch Kleinkindern: das Schlafen. Der verständliche Wunsch der meist chronisch übermüdeten Eltern: Die Kinder sollten es mindesten 8 Stunden und am Besten "am Stück" tun. In den ersten Monaten des Babys noch ein Wunschtraum, den die meisten ihren Eltern nicht erfüllen können. Später lässt sich dann aber doch einiges tun, um den Babys beim Schlafen zu helfen.

Am Anfang herrscht noch Schlafchaos

Vorne weg gesagt: Dass Babys von Anfang an bis zu 12 Stunden durchschlafen, kommt vor. Aber es ist die Ausnahme und sollte Eltern nicht zur Orientierung dienen. Und sie sollten vor allem nicht frustriert sein, wenn es das eigene Kind nicht eilig damit hat. Denn in den ersten Lebensmonaten schlafen Säuglinge naturgemäß nie länger als 2 bis 4 Stunden am Stück. Das hat verschiedene Gründe:

Zum einen haben die Babys noch keinen stabilen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt; dieser stellt sich erst im Laufe des vierten und fünften Monats ein. Sie können also gar nicht wissen, wann Nacht ist und geschlafen werden muss. Zum anderen quält sie, aufgrund ihres hohen Energiebedarfs und des noch sehr kleinen Magens, alle zwei bis vier Stunden der Hunger. Säuglinge, die gestillt werden, trinken am Anfang oft noch im 2-Stunden-Rhythmus. Das liegt an der guten Verdaubarkeit der Muttermilch; sie haben einfach schneller Hunger.

Schlafbedarf und Schlafrhythmus von Babys

Insgesamt braucht ein Baby in den ersten beiden Monaten etwa 16-18 Stunden Schlaf. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres verringert sich die Spanne allmählich auf 12 bis 14 Stunden. In welchem Schlafrhythmus diese Stunden "erschlafen" werden und vor allem wie lange am Stück, ist natürlich von Baby zu Baby unterschiedlich.

Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres hat sich der Schlafrhythmus auf drei bevorzugte Zeiten eingependelt, nämlich die Nacht, den späten Vormittag und den Nachmittag. Im besten Fall ist dann die Nachtruhe wieder hergestellt und sogar ein Mittagsschläfchen für den betreuenden Elternteil drin.

Und überhaupt: Was heißt schon durchschlafen? Genau genommen versteht man darunter nur eine Schlafphase von Mitternacht bis etwa 5 Uhr morgens. Das können 80 Prozent der Babys mit 6 Monaten.

Aktualisiert: 09.10.2017 - Autor: Ina Mersch

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