Füttern und Schlafen von Baby und Kleinkind

Säuglinge bis etwa zum fünften, sechsten Monat brauchen noch viel Energie zum Wachsen. Wenn sie nachts schreien, haben sie in der Regel Hunger und brauchen Nachschub. Säuglinge in diesem Alter sollte man nie schreien lassen, denn sie können ein Bedürfnis noch nicht aufschieben. Bekommen sie keine Nahrung, haben sie tatsächlich Angst, zu verhungern.

Außerdem kommen sie – wenn sie zu lange geschrien haben – unter Umständen die ganze Nacht nicht mehr zur Ruhe. Erst um den sechsten, siebten Monat herum muss das Kind nachts nicht mehr gefüttert werden. Viele Babys fangen dann automatisch an, durchzuschlafen.

Fütterung beeinflusst Schlafrhythmus von Babys

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Kinder nicht besser durchschlafen, wenn sie zur Nacht besonders kalorienreiche Milch oder angereicherten Brei bekommen.

Aber nicht immer schafft ein Baby das Durchschlafen von alleine. Gerade Stillkinder genießen die nächtliche Nähe zur Mutter und wachen vor allem am Anfang noch zu den gewohnten Stillzeiten auf. Dann sollten die Eltern dafür sorgen, dass das Kind auch ohne Nahrungsaufnahme wieder in den Schlaf zurück findet:

  • Legen Sie die letzten beiden Mahlzeiten näher zusammen als die anderen täglichen Mahlzeiten – damit bekommt Ihr Kind genug Kalorien, um die Nacht hungerfrei zu überstehen.
  • Setzen Sie die nächtlichen Mahlzeiten nach und nach ab, nicht alle zusammen. Das Kind muss sich erst daran gewöhnen.
  • Sie können das Baby liebevoll streicheln, leise mit ihm sprechen oder ihm sein gewohntes Einschlaflied vorsingen. Nehmen Sie es allerdings nicht aus seinem Bettchen heraus und machen sie kein Licht und keinen Lärm – das würde ihm evtl. das Ende der Nacht signalisieren. Auch aufs nächtliche Wickeln sollten Sie verzichten, denn die Verdunstungskälte macht das Baby wach.
  • Schaukeln und Umherfahren sind keine Lösungen, denn das Kind muss lernen, von alleine wieder einzuschlafen.

Und noch ein alter Hebammenrat: Denken Sie daran, keine Alternative zu Brust oder Milchflasche zu bieten, sonst laufen Sie in Zukunft wegen Durst oder Schnuller!

Aktualisiert: 09.10.2017 - Autor: Ina Mersch

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