Fit für die Schule - Tipps für die Schultüte und das Pausenbrot

Mit einer bunt gefüllten Schultüte und einem vollwertigen Schulfrühstück starten ABC-Schützen mit Spaß und Elan in den Schulalltag. Beim Füllen der Schultüte sind der Phantasie der Eltern keine Grenzen gesetzt. Neben ausgewählten Süßigkeiten, die das Kind besonders gerne mag, können vielfältige Utensilien wie ausgefallene Schreibwaren, eine peppige Brotdose und Trinkflasche für die Pausenverpflegung, ein kleiner Regenschirm, ein Wecker oder bunte Lichtreflektoren für den Schulranzen den Schulstart "versüßen". Als Alternative oder Ergänzung zu Süßem kann auch druckfestes Obst wie Äpfel hineingelegt werden. Ferner bereiten kleine Spielsachen oder Malbücher den Schulanfängern eine Freude, ebenso wie ein Springseil oder ein Gummiband, das zu "bewegten" Pausen animieren kann.

Ein gesundes Schulfrühstück

Für die Leistungen im bevorstehenden Schulalltag ist eine ausgewogene Ernährung mit vollwertigem Schulfrühstück ein entscheidender Faktor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) rät Eltern, nach Möglichkeit morgens mit den Kindern zu frühstücken und ihnen eine vollwertige Zwischenmahlzeit mitzugeben, anstatt ihnen einfach Geld in die Hand zu drücken.

Eine ideale Pausenverpflegung besteht zum Beispiel aus einem Vollkornbrot, dünn bestrichen mit Butter, Margarine oder Frischkäse und belegt mit magerem Schinken, fettarmer Wurst, Käse oder vegetarischem Brotaufstrich. Außerdem gehören frisches Obst und Gemüserohkost, am besten als "Fingerfood" mundgerecht geschnitten, dazu.

Zur Abwechslung kann statt des Brotes auch ein Milchprodukt wie Joghurt, Quark oder ein Milchdrink mitgegeben werden. Als Durstlöscher sollte den Kindern stets Wasser, ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee oder eine Fruchtsaftschorle zur Verfügung stehen.

Warum ist ein gesundes Pausenbrot so wichtig?

Leistungstiefs und Konzentrationsschwächen während des Unterrichts lassen sich vermeiden, wenn Kinder zwischendurch frühstücken und viel trinken. Doch nicht jeder Pausensnack ist vorteilhaft. Süße Riegel, Croissants, Plunderteilchen und Co. sind ebenso wie gesüßte Getränke nicht empfehlenswert. Sie liefern zu viele "leere Kalorien", d. h. sie enthalten viel Energie in Form von Fett und Zucker, aber wenig Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Zuckerreiche Produkte lassen den Blutzuckerspiegel zwar sehr schnell ansteigen, jedoch fällt dieser daraufhin auch rasch wieder ab und landet unter dem Normalniveau, so dass es zu einem Leistungstief kommt.

Mit Vollkornprodukten wird demgegenüber ein konstanterer Blutzuckerwert erreicht. So wird das Gehirn gleichmäßiger und länger mit Glucose (Traubenzucker) versorgt, aus der es die für seine Leistungen notwendige Energie gewinnen kann. Außerdem liefern Vollkornprodukte wichtige Vitamine, Mineralstoffe, sättigende Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Gesunderhaltung beitragen.

Auch in Obst und Gemüse sind die genannten Gesundheitsförderer enthalten, weshalb je nach Saison beispielsweise Erdbeeren, Apfelschnitze, Kirschen und Gurkenscheiben, Tomatenstücke, Karottenschnitze oder Radieschen Bestandteil der Pausenverpflegung sein können. Milch, Käse und andere Milchprodukte liefern u. a. für das Wachstum wichtiges Eiweiß und Calcium. Milch und Milchmixgetränke sind nährstoffreiche Lebensmittel und eine geeignete Zwischenmahlzeit. Zum Durstlöschen sollten sie auf Grund ihres Energiegehalts nicht getrunken werden.

Grundbausteine für die ideale Pausenverpflegung

  • belegtes Vollkornbrot oder -brötchen, alternativ ein ungesüßtes Müsli, und 1 Stück Obst oder Gemüse
  • oder 1 Milchprodukt und 1 Stück Obst oder Gemüse
  • und ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser, ungesüßten Kräuter- und Früchtetees oder Fruchtsaftschorlen.

Für diese Bausteine gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten, die je nach individuellen Vorlieben und abhängig vom Alter des Kindes bei der Zubereitung des Pausenbrotes genutzt werden können und sollten. Denn Abwechslung schmeckt besser und fördert den Spaß am Essen und damit auch die schulische Leistungsfähigkeit!

Aktualisiert: 22.06.2012 – Autor: DGE

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