Auch Männer bekommen Blasenentzündungen

Mann mit Blasenentzündung auf Toilette © istockphoto, vadimguzhva

Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr kommen auch die Männer langsam in die Jahre: Nachts müssen sie mehrmals auf Toilette, aber der schwache Harnstrahl lässt oft nicht mehr als ein Träufeln zustande kommen. Ein Restharngefühl bleibt. Die Ursache für Harnentleerungsstörungen können gutartige Wucherungen der Prostata sein. Diese engen die Harnröhre ein, die mitten durch die Drüse verläuft. Ursache für eine Prostatavergrößerung oder benigne Prostatahyperplasie (BPH) sind hormonelle Veränderungen, die ab dem 40. Lebensjahr eine individuell unterschiedliche Vergrößerung des Organs zur Folge haben. Restharn in der Blase bietet ideale Wachstumsbedingungen für Bakterien - eine Blasenentzündung kann die Folge sein.

Blasenentzündung - bei älteren Männern keine Seltenheit

Entzündungen der Harnwege, unter denen sonst eher Frauen zu leiden haben, sind durch die Restharnbildung infolge einer BPH auch bei Männern nicht selten. Die häufigsten Risikofaktoren für eine Harnwegsinfektion durch Bakterien sind Unterkühlung, eine mangelhafte Durchspülung der Blase - wie bei der BPH - oder herabgesetzte Abwehrkräfte. Ständiger und brennender Harndrang sind die ersten Anzeichen für eine bakterielle Entzündung.

In den meisten Arztpraxen kommt der Griff zu Antibiotika recht schnell - das ist bei einer schweren Erkrankung auch richtig. Einfache Harnwegsentzündungen können jedoch selbst behandelt werden. Wer damit rechtzeitig beginnt, kann die Entzündung mit natürlichen Mitteln gut kurieren.

Natürliche Desinfektion der Harnwege

Seit alters her haben sich die Bärentraubenblätter bei Blasenentzündungen bewährt: Ihr Hauptinhaltsstoff - das Arbutin - desinfiziert nämlich die Harnwege. Auch in wissenschaftlichen Studien konnte die Wirksamkeit von Bärentraubenblättern gegen verschiedene Bakterienstämme bestätigt werden.

Um die eigentliche antibakterielle Substanz aus dem Arbutin freizusetzen, ist ein alkalischer oder basischer Harn-pH hilfreich. Dafür sind pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Salat, Obst und Nüsse anstelle von Fleischprodukten zu bevorzugen. Eine überwiegend vegetarische Ernährung ist auch die beste Vorbeugung gegen eine weitere Vergrößerung der Prostata.

Restharn aus der Blase spülen

Die beste Vorbeugung: Sehr viel trinken, damit Restharn und Bakterien aus der Blase gespült werden - mindestens 2,5 bis 3 Liter am Tag. Dafür eignen sich besonders Tees aus Goldrutenkraut und Birkenblättern, die eine Durchspülung von Niere, Blase und Harnwegen fördern. Blasen- und Nierentees enthalten neben Birkenblättern und Goldrutenkraut oft auch Orthosiphonblätter (Katzenbart), die zusätzlich antibakteriell wirken. Blasen- und Nierentees sind auch hervorragend geeignet als unterstützende Behandlung zu einer Antibiotika-Therapie.

Das schont Prostata und Blase:

  • Rauchen und Übergewicht vermeiden
  • Fehlernährung, insbesondere hoher Fleisch- und Alkoholkonsum schadet der Prostata
  • ebenso wie hochkalorische Lebensmittel (Süßigkeiten), tierisches Fett
  • Obst und Gemüse stärken die Abwehrkräfte
  • Nicht auf kalten Boden, Bänke, Mauern setzen oder nur mit Iso-Unterlage
  • Pullover und Jacken, die über die Hüften reichen, bevorzugen
  • Kur mit Blasen- und Nierentee
  • Gegen leichte Harnwegsinfekte: Filmtabletten aus Bärentraubenblättern

Aktualisiert: 30.05.2012

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