Erektile Dysfunktion – Ursachen

Erektile Dysfunktion © istockphoto, Wavebreakmedia (Symbolfoto)

Mit gut zwei Dritteln ist ein Großteil der Erektionsstörungen auf körperliche Ursachen zurückzuführen. Trotzdem spielt die Psyche fast immer eine wichtige Rolle als eine der Ursachen: Selbst wenn sie nicht primär Auslöser ist, kann sie einen Teufelskreis in Gang setzen, bei dem die Versagensängste die Impotenz verstärken und damit wiederum die Ängste vor dem nächsten Versagen gefüttert werden.

Körperliche Ursachen für Impotenz

An erster Stelle der Ursachen für eine erektile Dysfunktion stehen Durchblutungsstörungen im Rahmen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arteriosklerose, gefolgt von der Zuckerkrankheit. Verstärkende Faktoren für diese Ursachen sind:

  • Fettstoffwechselstörungen
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • mangelnde Bewegung

Weitere körperliche Ursachen der Impotenz sind:

  • Operationen, vor allem bei Prostatakrebs und Blasenkrebs
  • Verletzungen
  • chronische Nierenschwäche
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Hormonstörungen (vor allem Testosteronmangel)
  • Nervenkrankheiten, insbesondere die Multiple Sklerose

Auch manche Medikamente und Alkoholmissbrauch können Impotenz beziehungsweise erektile Dysfunktion auslösen.

Übrigens: Studien haben gezeigt, dass Fahrradsättel zu Erektionsstörungen beitragen können: Beim Sitzen auf dem Fahrrad belastet das Körpergewicht stark den Bereich zwischen After und den äußeren Geschlechtsteilen und schränkt dadurch die Blutzufuhr und Erregungsleitung zum Penis ein. Folge können Erektionsstörungen sein.

Psychische Ursachen für Impotenz

Rein psychische Ursachen für Erektionsstörungen liegen in rund einem Viertel der Fälle vor: beispielsweise Leistungsdruck und Stress, Beziehungskonflikte, Mangel an Selbstvertrauen, unerfüllte sexuelle Vorlieben, aber auch psychische Störungen wie Angsterkrankungen und Depression.

Aktualisiert: 31.05.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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