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Jod darf in der Schwangerschaft nicht fehlen

Viele Schwangeren leiden heute bei Feststellung der Schwangerschaft bereits unter einer jodmangelbedingten vergrößerten Schilddrüse (Kropf) und einer Schilddrüsenunterfunktion. Der Grund: Schwangeren fehlt es an Jod in der Nahrung. Außerdem nimmt etwa nur jede zweite Frau während der Schwangerschaft und Stillzeit Jodtabletten ein.

Ein Mangel gefährdet Mutter und Kind

Diese Unterversorgung mit Jod bedeutet auch ein gravierendes Risiko für das betroffene Kind. Neugeborene kommen deshalb häufig schon mit einem Jodmangel zur Welt, wie eine Untersuchung der Universität Göttingen ergab. Bei starkem Jodmangel können daraus erhebliche geistige und körperliche Entwicklungsstörungen des Kindes resultieren. Später kann dies zu Konzentrations- und Lernschwierigkeiten und sogar zu einem niedrigeren Intelligenzquotienten führen.

Es ist deshalb wichtig, dass Schwangere und Stillende, die einen erhöhten Jodbedarf haben, zusätzliches Jod aufnehmen, um gesundheitlichen Schäden am eigenen Leib und beim Kind vorzubeugen. Neben dem Bedarf für die werdende Mutter ist nämlich auch noch der für das heranwachsende Kind zu decken. Außerdem wird in dieser Zeit mehr Jod über die Nieren ausgeschieden. Während der Stillzeit werden schließlich noch relativ hohe Mengen mit der Muttermilch abgegeben.

Jodmangel decken

Zur Sicherstellung der Jodversorgung in Schwangerschaft und Stillzeit plädieren die Experten des Arbeitskreises Jodmangel für einen bevorzugten und regelmäßigen Verzehr von Seefisch und Milch. Außerdem sollte im Haushalt ausschließlich Jodsalz verwendet werden. Beim Einkauf sind Lebensmittel zu bevorzugen, die mit Jodsalz hergestellt sind. Dies gilt vor allem für Brot- und Backwaren, ebenso aber auch für Fleisch- und Wurstwaren und für industriell hergestellte Lebensmittel. Für eine optimale Bedarfsdeckung sind während der Schwangerschaft und Stillzeit zudem täglich noch Jodtabletten mit 100 - 200 Mikrogramm Jod angebracht, die nach Empfehlung des behandelnden Arztes eingenommen werden sollten. Jodtabletten sind in diesem Fall kein Medikament im eigentlichen Sinne, sondern sie dienen nur dazu, den naturgegebenen Jodmangel auszugleichen.

Aktualisiert: 18.03.2014

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