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Gesund snowboarden

Snowboards im Schnee © Rido7

Über sechs Millionen deutsche Ski- und Snowboardfahrer zieht es im Winter auf verschneite Hänge und Pisten. Aber viele Snowboard-Abfahrten enden im Krankenhaus statt in der Talstation. Deshalb sollte man sich schon frühzeitig am besten im Herbst auf die kommende Snowboardsaison vorbereiten. Wer besonders gefährdet ist und wie man vorsorgen kann, erfahren Sie hier. Man kann es auf einen einfachen Nenner bringen: Wer nicht gesund ist, sollte nicht Snowboard fahren.

Snowboard fahren bedarf körperlicher Fitness

Schon eine Erkältung oder Grippe kann Snowboarder, die sich nicht akklimatisiert haben, auf Hängen ab 1.800 Meter Höhe in Schwierigkeiten bringen. Auch Menschen, die mit Antibiotika behandelt werden, sollten Vorsicht walten lassen und sorgfältig den Beipackzettel studieren. Durch manche Präparate erhöht sich die Lichtempfindlichkeit und die Folge kann ein schmerzhafter Sonnenbrand nach dem Snowboarden sein.

Auch Eisenmangel kann Snowboarder auf der Piste ins Trudeln bringen. Denn Sportler und Frauen haben häufig einen erhöhten Eisenbedarf, der sich nicht allein mit der Nahrung ausgleichen lässt. Grund für den oft unbemerkten Eisenmangel ist bei Frauen der monatliche Blutverlust. Sportler brauchen dagegen viel Eisen im Blut für den Sauerstoff-Transport zu ihren Muskeln.

Wer seinen Bedarf nicht durch die Nahrung decken kann, sollte deshalb an ein Eisenpräparat denken, das günstigerweise auch Vitamin C enthält oder mit einem Getränk zusammen eingenommen wird, das Vitamin C enthält. Dieses verbessert die Eisenaufnahme und unterstützt gleichzeitig das Immunsystem beim Kampf gegen die Winterkeime.

Kondition schon im Herbst aufbauen

Snowboarder sollten sich schon im Herbst Kondition und Muskelkraft antrainieren – beispielsweise durch Joggen, Radfahren oder die klassische Skigymnastik.

Wichtig: Nicht gleich nach der Ankunft im Snowboardgebiet aufs Brett steigen. Akklimatisieren ist für den Körper unerlässlich, damit er nicht plötzlich schlapp macht beim Snowboarden. Auch am zweiten Urlaubstag sollten Sie sich noch nicht zu hoch hinaus wagen. Denn selbst für gesunde Menschen kann es in 3.000 Meter Höhe gefährlich werden, da Herz und Kreislauf sich erst an die dünne Luft gewöhnen müssen.

Schutz gegen Kälte

Ab minus 20 Grad Celsius muss man sich außerdem besonders vor Erfrierungen schützen. Fetthaltige Salben zum Schutz der Haut, eventuell eine Neopren-Gesichtsmaske sowie Seidenhandschuhe unter den Snowboard-Handschuhen können hier helfen.

Und grundsätzlich gilt natürlich: Alkohol hat beim Snowboarden genauso wenig zu suchen wie im Straßenverkehr. Alkohol erweitert die Blutgefäße und lässt damit den Körper schneller auskühlen, vor allem aber ist er oft Ursache von Stürzen und Unfällen beim Snowboarden: Schon leicht Angetrunkene neigen dazu, schneller als gewöhnlich zu fahren und Gefahren zu unterschätzen. Deshalb: Finger weg vom Alkohol beim Snowboarden!

Aktualisiert: 22.12.2017 – Autor: Dr. Kaske / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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