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Radfahren im Winter? Na klar!

Radfahrer im Winter © pixabay, suju

Im Sommer nutzen viele Menschen das Fahrrad als praktisches und umweltfreundliches Verkehrsmittel: zum Einkaufen, für die Fahrt zur Arbeit oder für den Ausflug am Wochenende. Doch mit dem ersten Frost wird das Rad zum Überwintern weggestellt. Es geht auch anders! Nutzen Sie doch die positiven und gesundheitsfördernden Eigenschaften des Radfahrens auch im Winder! Richtig ausgestattet und mit Verstand bewegt, muss nach Meinung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Ihr Rad nicht ein halbes Jahr im Winterschlaf verbringen.

Der DVR gibt dazu folgende Tipps

  • Kleiden Sie sich nach dem "Zwiebelprinzip": mehrere dünne Schichten statt einer dicken. So können Sie sich immer auf den aktuellen Zustand einstellen und vermeiden krankmachendes Frieren und Schwitzen. Außerdem bilden sich zwischen den einzelnen Schichten wärmende Luftpolster.
  • Schützen Sie Ihre Hände am besten mit Fäustlingen; ein Stirnband oder eine unter dem Helm getragene Mütze hält die Ohren warm.
  • Wichtig ist nach Meinung der Verkehrsexperten die Beleuchtungsanlage des Fahrrades: Herkömmliche Seitenläufer-Dynamos schaffen es oft nicht, bei Matsch und Schnee zuverlässig Energie zu produzieren. Besser sind die bei neuen Fahrrädern oft anzutreffenden Nabendynamos. Wer sein Rad nachrüsten möchte, kann auch zu einem Speichendynamo greifen. Eine Zwei-Draht-Verkabelung verbessert ebenfalls die Zuverlässigkeit der Lichtanlage. Front- und Rücklicht sollten mit einer Standlichtautomatik ausgerüstet sein, damit Sie auch im Stehen noch beleuchtet und damit für andere Verkehrsteilnehmer zu sehen sind. Sie können zusätzlich auch Kleidung mit Reflexstreifen tragen.
  • Vorgeschrieben und im Winter besonders wichtig sind gelbe Pedalrückstrahler und Speichenreflektoren oder Reflexstreifen an den Reifen.
  • Bei Winterbetrieb ist eine häufige Reinigung des Rades sinnvoll, um Schmutz und Salzreste zu entfernen. Dabei sollten auch gleich die Kette und die Brems- und Schaltzüge geschmiert werden.

Dosiert lenken und bremsen

Auf nassen und glatten Straßen ist eine umsichtige Fahrweise lebenswichtig. Wenn man den Sattel etwas niedriger stellt, kann man bei rutschigen Straßen die Beine zum Stabilisieren des Rades nutzen. Lenken und Bremsen sollte man bei Glätte nur wohldosiert, was eine entsprechend angepasste Geschwindigkeit voraussetzt. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Bremsen auf Funktionsfähigkeit – besonders wichtig bei nasser Fahrbahn. Dann steht dem Zweiradspaß auch im Winter nichts entgegen.

Aktualisiert: 08.05.2012 – Autor: DVR

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